Teletext ARD, 28.9.2006, Tafel 525
<Überdurchschnittlich grosse Frauen haben häufiger
Zwillingsgeburten. Verantwortlich dafür könnte ein
Hormon namens "insulinartiger Wachstumsfaktor" (IGF)
sein, der bei den Frauen verstärkt gebildet wird und
zu ihrer Grösse und den Mehrfachgeburten führt. Das
schliesst der "US"-Wissenschaftler Gary Steinmann aus
einer Studie an 129 Frauen, von denen 105 Zwillinge
und 24 Drillinge zur Welt gebracht hatten. Diese
Frauen waren laut Fachmagazin "Journal of Reproductive
Medicine" im Schnitt über 2,5 cm grösser als
durchschnittliche Amerikanerinnen.>
GB am 2.5.2026: Zwillinge sind nur
Halbschwestern - der Gentest hat's gesagt:
Grossbritannien: DNA-Test zeigt Zwillingen
schockierende Wahrheit
https://www.20min.ch/story/grossbritannien-dna-test-zeigt-zwillingen-schockierende-wahrheit-103556268
Zwillingsschwestern aus Grossbritannien entdecken nach
50 Jahren, dass sie nur Halbgeschwister sind. Ein
DNA-Test zeigt, dass sie unterschiedliche Väter haben.
Jonas Bucher
Zwillingsschwestern aus
Grossbritannien haben nach fast 50 Jahren
herausgefunden, dass sie unterschiedliche Väter haben.
Ein DNA-Heimtest von Lavinia Osbourne
im Jahr 2022 brachte ans Licht, dass sie und ihre
Schwester Michelle nur Halbgeschwister sind.
Weltweit sind nur rund 20 solche
Fälle bekannt – in Grossbritannien ist es laut BBC der
erste dokumentierte Fall.
Ein äusserst seltener Fall kam in Grossbritannien ans
Licht. Zwillingsschwestern haben nach fast 50 Jahren
erfahren, dass sie unterschiedliche Väter haben. Lavinia
und Michelle Osbourne wurden 1976 im Abstand von wenigen
Minuten geboren und wuchsen gemeinsam auf. Ein DNA-Test
brachte jedoch ans Licht, dass sie nur Halbgeschwister
sind, wie die BBC berichtet.
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Bekannt wurde das durch einen Heimtest von Lavinia im
Jahr 2022. «Vielleicht habe ich es unbewusst geahnt»,
sagt sie. Das Ergebnis zeigte, dass die beiden zwar
dieselbe Mutter haben, aber von unterschiedlichen Vätern
abstammen.
Weltweit sind nur rund 20 solche Fälle bekannt
Möglich ist das durch ein sehr seltenes biologisches
Phänomen. Dabei werden zwei Eizellen im gleichen Zyklus
von Spermien verschiedener Männer befruchtet. Weltweit
sind nur rund 20 solche Fälle bekannt. In
Grossbritannien ist es laut BBC der erste dokumentierte
Fall.
Für Lavinia war die Erkenntnis ein Schock: «Sie war das
Einzige, was mir gehörte, das Einzige, dessen ich mir
sicher war. Und dann war sie es nicht mehr.» Ihre
Schwester reagierte anders: «Ich war nicht überrascht»,
sagt Michelle und weiter: «Es ist extrem seltsam und
sehr selten, aber es ergibt Sinn.»
Zwillinge hatten schwierige Kindheit
Die Kindheit der Zwillinge sei schwierig gewesen. Sie
seien zeitweise bei Pflegefamilien aufgewachsen und
hätten wenig Kontakt zu ihrer Mutter. Der Mann, den sie
lange für ihren Vater hielten, habe kaum eine Rolle in
ihrem Leben gespielt.
Durch die DNA-Tests fanden beide nun ihre biologischen
Väter. Michelle traf ihren Vater, wollte aber keinen
engen Kontakt. Lavinia hingegen baute eine Beziehung zu
ihrem Vater auf: «Ich habe das Gefühl, einen Platz
gefunden zu haben, an den ich gehöre.»
Trotz der überraschenden Wahrheit bleibt ihre Verbindung
stark. «Wir sind ein Wunder», sagt Lavinia, «wir werden
immer eine Verbindung haben, die nicht zerbrechen kann».
Michelle ergänzt: «Sie ist meine Zwillingsschwester.
Daran ändert nichts etwas.»