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Kindererziehung bei Kindern von 6 bis 20 Jahren 05 - ab 1.6.2026

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel." - Johann Wolfgang von Goethe - Link


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1.6.2026: Gut gelaunte Lehrperson ->> gute SchülerInnen -- Lehrperson in schlechter Verfassung ->> schlechte SchülerInnen:
Gefühle des Lehrers beeinflussen Lernerfolg

https://science.orf.at/stories/3235783/

Lehrer und Lehrerinnen sind entscheidend für die Lernmotivation ihrer Schüler. Das bestätigt eine aktuelle Analyse: Es macht einen immensen Unterschied, ob die Lehrkräfte im Unterricht Freude oder Ärger empfinden.

Wenn Lehrkräfte Freude an ihrem Tun empfinden, bieten sie qualitativ hochwertigeren Unterricht, der das Selbstvertrauen der Schüler und Schülerinnen in ihre Fähigkeiten, ihr Interesse und ihre schulischen Leistungen stärkt. Verärgerte Lehrende hingegen gehen mit schlechterem Unterricht und schlechteren Lernergebnissen der Schüler einher, wie das Team Marina Elena Pfeifer von der Ludwig-Maximilians-Universität München im „Journal of Educational Psychology“ berichtet. Lehren sei eben nicht nur eine intellektuelle, sondern auch emotionale Tätigkeit.

Die Forschenden hatten Daten von 679 Mathelehrern sowie -lehrerinnen und mehr als 17.500 um die 15 Jahre alten Schülern und Schülerinnen in acht Ländern zusammengetragen. Einbezogen wurden Schulen in Chile, China, Kolumbien, Deutschland, Japan, Mexiko, Spanien und Großbritannien. Alle Klassen bearbeiteten für eine gute Vergleichbarkeit dieselbe Mathematiklektion – die Einführung quadratischer Gleichungen.

Freude vs. Ärger

Die Lehrkräfte wurden mit Hilfe der sogenannten „Teacher Emotions Scale“ befragt, wie viel Freude sie während des Unterrichts hatten oder wie groß ihre Verärgerung war. Die Wahl sei auf Freude und Ärger gefallen, weil dies nach vorhergehenden Analysen die prägnantesten positiven und negativen von Lehrkräften erlebten Emotionen seien. Die Kinder wurden gebeten, die Unterrichtsqualität der Lehrenden zu bewerten sowie über ihr Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten und ihr Interesse am Fach zu berichten. Zudem absolvierten sie einen Leistungstest.

Lehrkräfte, die mehr Freude empfanden, waren im Mittel eher in der Lage, den Unterricht effektiv zu gestalten, unterstützende Beziehungen zu den Schülern aufzubauen und kognitiv anregende Unterrichtsstrategien anzuwenden. Dies wiederum war mit einem höheren Selbstvertrauen der Schüler, größerem Interesse am Lernen und besseren Testergebnissen verbunden. Lehrer, die eher Ärger empfanden, zeigten im Durchschnitt in allen drei Aspekten eine schlechtere Unterrichtsqualität, auch die Lernergebnisse ihrer Schüler waren schlechter.

Selbstverstärkende Prozesse

Vermutlich geraten Lehrer und Lehrerinnen leicht in selbstverstärkende Kreisläufe, wie Pfeifer erklärte. „Ein verärgerter Lehrer könnte Schwierigkeiten haben, die Klasse effektiv zu führen, was zu schlechten Leistungen der Schüler führt, was wiederum dazu führt, dass sich der Lehrer noch frustrierter und erfolgloser fühlt – ein Teufelskreis.“ Fröhliche Lehrende wiederum schaffe eine positive Spirale, bei der effektiver Unterricht zum Erfolg der Schüler und Schülerinnen führt – „was den Lehrer noch glücklicher und stolzer auf seine Arbeit macht“.

Am faszinierendsten sei die Übereinstimmung der Ergebnisse in den verschiedenen Ländern gewesen, sagte Pfeifer. „Trotz erheblicher kultureller, wirtschaftlicher und sprachlicher Unterschiede blieben die Mechanismen, durch die die Emotionen eines Lehrers die Unterrichtsqualität und die Schülerleistungen beeinflussen, weltweit bemerkenswert ähnlich.“

Es sei wichtig, die positive Haltung von Lehrkräften zu fördern, schließen die Forschenden aus ihren Ergebnissen. „Die wichtigste Schlussfolgerung für die Praxis ist, dass die Förderung des emotionalen Wohlbefindens von Lehrkräften nicht nur ein ‚nettes Extra‘ ist – sie ist entscheidend für den Lernerfolg der Schüler“, so Pfeifer. Schulen und politische Entscheidungsträger sollten der Reduzierung von Lehrerstress daher Priorität einräumen.







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