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FKK. Meldungen

Das freie Gefühl, ohne Kleider glücklich auf der Welt zu sein

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Appenzell Ausserrhoden 28.5.2010: Anständiges Nacktwandern ist nicht strafbar - so sagt das Kantonsgericht

aus: 20 minuten online: Freispruch für Nacktwanderer; 28.5.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/31230133

<Das Appenzell Ausserrhoder Kantonsgericht sieht den Tatbestand des «unanständigen Benehmens» im Fall eines 47-jährigen Nacktwanderers nicht erfüllt.

Im vergangenen Oktober war ein Mann «födleblutt» auf einem Wanderweg bei Herisau erwischt worden. Eine Frau zeigte ihn an. Der Mann stand am Donnerstag als erster Nachktwanderer in Trogen AR vor Gericht und wurde freigesprochen. Die Busse von 100 Franken focht der Nacktwanderer an und erhielt jetzt vor Kantonsgericht Recht. Die Verfahrenskosten von rund 2000 Franken trägt der Staat.

Verteidigen liess sich der Herisauer durch Puistola Grottenpösch, den bekanntesten Schweizer Nacktwanderer. Dieser plädierte auf Freispruch vom Vorwurf des «unanständigen Benehmens» gemäss kantonalem Strafrecht. Der Nacktwanderer habe sich weder schamlos noch unanständig benommen.

(sda)>

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28.8.2010: <Hier dürfen die Hüllen fallen>

Island: heisse Quellen
<Wir zeigen Ihnen Plätze und Ereignisse, an denen man bedenkenlos die Hüllen fallen lassen kann. Los geht es mit der Blauen Lagune auf Island, die mit einer Mischung aus warmem Süß- und Salzwasser gefüllt ist und in einer hügeligen Vulkanlandschaft liegt. Wem der schwarze Sandstrand nicht genug ist, der kann im Blue Lagoon Spa Resort luxuriös hausen, einen Saunagang einlegen oder sich bei einer Massage verwöhnen lassen. Ein Bad im heißen Lagunenwasser nimmt man - das ist die landläufige Meinung in Island - am besten nackt ein.> [1]

Velo fahren / Fahrrad fahren ohne Kleider
<Der "World Naked Bike Ride" (hier im englischen Southampton) ist eine Protestveranstaltung gegen die Kultur des Autofahrens und die Abhängigkeit vom Öl. Die erste Veranstaltung fand 2001 im spanischen Saragossa statt. Mittlerweile gibt es auch in den USA, in Großbritannien und in Australien Nacktfahrten mit dem Fahrrad.> [2]

Japan: heisse Quellen
<Heiße Quellen im vulkanisch aktiven Japan, die sogenannten Onsen, werden immer häufiger eingefasst und in große Wellness-Zentren (hier: Spring Park International) integriert. Am besten genießen kann man das heilsame Wasser, wenn man sich von allem frei macht - auch von der Kleidung.> [3]

Bei Spencer Tunick teilnehmen
<Der US-Amerikaner Spencer Tunick ist bekannt für seine Installationen mit nackten Menschen - mehr als 95 hat er bisher produziert. Warum nicht mal selber teilnehmen? Hier arrangiert der Künstler seine "Kunstobjekte" bei einer Aktion auf den Treppen des Opernhauses von Sydney.> [4]

Budapest: Party im Rudas-Thermalbad
<Einige der berühmtesten historischen Stätten in Budapest besucht man am besten nackt: Die türkischen Badehäuser. Das Rudas-Thermalbad wurde im 16. Jahrhundert errichtet - heute finden darin zum Beispiel auch Rave-Partys statt.> [5]

"USA": Festival "Burning Man" in Nevada
<Ein Besucher beim "Burning Man" in der Wüste von Nevada macht einen Freudensprung. Der Amerikaner Larry Harvey aus San Francisco rief das Festival 1986 ins Leben, als er aus Liebeskummer eine Holzpuppe anzündete. 50.000 Besucher aus aller Welt sind keine Seltenheit und Nacktsein wird hier toleriert.> [6]

Spanien: Nacktrennen in der Region von Bilbao
<Einmal im Jahr findet in der Nähe von Bilbao (Spanien) ein Nacktrennen am Strand statt – die Carrera Nudista de Sopelana. Die einzig erlaubten Kleidungsstücke sind Kappen und Turnschuhe.> [7

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Obergericht Lausanne 20.1.2011: Der Staatsanwalt aus Appenzell Ausserrhoden siegt gegen Nacktwanderer: Es sei "unanständig"

Nun, ein Lendenschurz wäre ja auch ok. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: "Unanständig": Obergericht will keine Nacktwanderer; 20.1.2011;
http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/Obergericht-will-keine-Nacktwanderer-16903226

<Das Ausserrhoder Obergericht hat einen Nacktwanderer wegen «unanständigem Benehmen» verurteilt. Im Juli 2010 war er noch freigesprochen worden.

Den Nacktwanderern bläst ein rauer Wind entgegen: Das Appenzell Ausserrhoden hat am Montag einen 46-Jährigen wegen «unanständigem Benehmens» verurteilt. Der Schweizer war im Herbst 2009 nackt auf einem öffentlichen Wanderweg in der Umgebung von Herisau von einer Frau entdeckt und in der Folge angezeigt worden. Das Kantonsgericht hatte ihn zunächst freigesprochen, der Staatsanwalt hat nun allerdings in zweiter Instanz einen Sieg errungen.

Das Obergericht gelangte zur Auffassung, dass der 46-Jährige sich «einer groben Verletzung von Sittlichkeit und Anstand» schuldig gemacht habe, heisst es im Urteil. Die Richter verdonnerten den Nacktwanderer demnach zu einer Busse von 100 Franken. Zudem muss er die Verfahrenskosten von 3300 Franken bezahlen. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass der Nacktwanderer kampflos die Klamotten wieder anzieht.

«Mein Mandat tendiert zu einem Gang vors Bundesgericht», sagt sein Anwalt Daniel Kettiger gegenüber 20 Minuten Online. Ob es tatsächlich dazu kommt, sei allerdings von der schriftlichen Urteilsbegründung abhängig. «Ohne diese wäre es unseriös, definitiv zu entscheiden», so Kettiger weiter. Der Fürsprecher klang allerdings ganz danach, dass er mit seinem Mandant eine Beschwerde einlegen wird.

Ist Nacktwandern Kantonsangelegenheit oder doch Sache des Bundes?

Rückenwind verleiht ihm der erstinstazliche Entscheid des Kantonsgerichtes Appenzell vom Juli 2010. Die Einzelrichterin hatte damals argumentiert, dass das reine Entblössen von Geschlechtsteilen gemäss der Botschaft zum neuen Sexualstrafrecht von 1992 keine Straftat sei und eine Verschärfung des Gesetzes durch den Kanton nicht erlaubt sei. Sie folgte damit weitgehend der Argumentation des 46-Jährigen Nacktwanderers und seines Vertreters.

Das Obergericht fand nun allerdings, dass der Kanton durchaus das Recht hat hüllenlose Wanderer zu büssen. Die Oberrichter argumentierten, dass das Nacktwandern ein Verstoss gegen die öffentliche Sittlichkeit und den Anstand sei – beide Punkte seien «polizeiliche Schutzgüter» und fallen damit in die Kompetenzen des Kantons. Ob die Nacktwanderer nun vor das Bundesgericht ziehen oder nicht, wird letztlich die detaillierte Argumentation des Gerichtes entscheiden. «Wenn wir genug Substanz für eine Beschwerde finden», sagt Anwalt Kettiger, «werden wird den Entscheid wohl weiterziehen».

Wie immer der 46-jährige Nacktwanderer und sein Rechtsvertreter entscheiden, das Bundesgerichts wird sich früher oder später wohl mit dem Nacktwandern beschäftigen müssen: In Innerrhoden warten zwei weitere hüllenlose Wanderer auf den Prozess und ihre Chance auf eine endgültige Beurteilung der Rechtslage (siehe Infobox).

(amc)>


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Tufts-Universität in Medford (Massachussets) 16.3.2011: Nacktlauf soll wegen Alkoholmissbrauchs verboten werden

aus: Spiegel online: Wildes Uni-Ritual: Studenten protestieren nackt gegen Nacktlaufverbot; 16.3.2011;
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,751288,00.html

<Von Christoph Titz

Tufts-Nacktlauf, 2008: So geht es nicht weiter, zitiert wickedlocal.com den Uni-Präsidenten

Splitternackt auf eisigen Wegen: Der Präsident der amerikanischen Tufts-Universität hat die Flitzer satt. Der winterliche Nacktlauf sei zu gefährlich und arte in ein "Massaker" aus. Mehr noch als verstauchte Knöchel besorgt den Uni-Chef allerdings der massive Alkoholkonsum seiner Erstsemester.

Lange hat Lawrence Bacow die volltrunkenen Studenten auf seinem Campus gewähren lassen. Jedes Jahr im Dezember feiern dort vor allem die Erstsemester an der renommierten Privat-Uni mit einem Nacktlauf und viel Alkohol, dass sie die ersten Monate des Uni-Lebens überstanden haben.

Bei eisigen Temperaturen und oft auf verschneiten und vereisten Wegen rennen sie rund um den Platz The Quad, manche ziehen völlig blank, andere behalten Unterhosen und BHs an oder schützen sich mit Mützen und Handschuhen gegen die Kälte.

Der Spaß ist an vielen US-Unis beliebt, doch meist rennen die Studenten im Sommer, etwa beim kalifornischen Undie Run, der züchtiger und in Unterwäsche, aber ebenso mit exzessivem Trinken abläuft.

Schnapsleiche im Vorgarten des Uni-Präsidenten

Als 2002 zwei Tufts-Studenten beinahe an einer Alkoholvergiftung starben und mehrere Knochenbrüche, verstauchte Knöchel und Handgelenke verarztet werden mussten, wollte Uni-Präsident Bacow das "Massaker", wie er es nannte, schon beenden - doch Studenten überzeugten ihn, sie bekämen die feiernde Meute schon in den Griff.

Wie bei einem Sportereignis schützten im Jahr darauf Absperrungen die nackten und halbnackten Läufer vor Zuschauern, Uni-Mitarbeiter streuten und salzten die Wege, auf denen die barfüßige Studentenhorde über den hügeligen, winterlichen Campus rannte. Sogar Essen wurde verteilt, damit die Studenten nicht auf leeren Magen trinken. "Leider mussten wir feststellen, dass diese Maßnahmen das Ereignis nur noch größer gemacht haben", sagte ein zerknirschter Bacow der Zeitung "Boston Globe".

Jetzt soll endgültig Schluss sein. Zwölf Studenten im Krankenhaus, davon zwei mit lebensbedrohlichen Alkoholwerten, einer in Polizeigewahrsam - das sei die Bilanz des Laufs im vergangenen Dezember, sagte Bacow. Man sei "nur knapp einer Tragödie entgangen". "Weil wir den Lauf nicht mehr kontrollieren können, können wir diese 'Tradition' nicht fortführen", schrieb der Präsident in einem Meinungsbeitrag für die Campus-Zeitung "Tufts Daily".

Präsident: "Perverse Besäufniskultur"

Die Studenten allerdings wollen sich ihr Event, das seit den siebziger Jahren zum Ende des Herbstsemesters steigt, nicht nehmen lassen. "In einem friedlichen, nüchternen Protest gegen die Entscheidung des Präsidenten", rannten in der Nacht zum Dienstag mehrere Dutzend Studenten über den Campus, um den Naked Quad Run zu retten, berichtete die Uni-Zeitung "Tufts Daily". Der hochschuleigene Sicherheitsdienst sah den Studenten zu, schritt aber nicht ein, berichtete ein Augenzeuge.

Bereits im vergangenen Sommer hatte sich Präsident Bacow über eine "perverse Besäufniskultur" auf seinem Campus beklagt, nachdem ein Student nach einem Sieg der lokalen Football-Mannschaft betrunken in seinem Vorgarten zusammengebrochen war. Die Alkohol-Opfer-Statistik aus dem vergangenen Jahr, die der Präsident zitiert, klingt tatsächlich dramatisch: Einen Monat nach Semesterbeginn waren schon 16 Undergraduate-Studenten der Uni mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus gewesen, im Juni zählte die 9500-Studenten-Hochschule schon 60 hospitalisierte Schnapsleichen.

Die Uni will derweil Vorschläge von Studenten sammeln, wie sich das Semesterende feiern lässt, ohne sich betrunken auszuziehen. Zwei Studentenvertreter begrüßten in der Campus-Zeitung die Initiative ihrer Hochschule. Studentenvertreterin Sarah Habib kritisierte den spontanen Nacktlauf-Protest ihrer Mitstudenten als falsch - sie sollten doch lieber einen Winter-Karneval oder Konzerte organisieren oder sich Alternativen zum Nacked Run ausdenken. Für die Gewinne des Ideenwettbewerbs lobte die Uni iPad-Tabletcomputer aus.

Ein Student, der am Montagabend für den Lauf demonstrierte, aber seinen Namen nicht in der Studentenzeitung "Tufts Daily" lesen wollte, sieht schwarz für solche zahmen Reformvorschläge: Das die Campus-Polizei nicht eingegriffen habe, zeige, dass die Veranstaltung nicht zu stoppen sei. "Es wird wieder passieren. Und es werden noch mehr Leute werden.">


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Basler Zeitung
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31.3.2011: Nackt-Klettern einst und heute

aus: Basler Zeitung online: Nackt-Kletterin "beschmutzt" heiligen Berg; 31.3.2011;
http://blog.bazonline.ch/outdoor/index.php/8917/nackt-kletterin-«beschmutzt»-heiligen-berg/

<Natascha Knecht

«Als hätte sie soeben Europa erobert.» So posiert die australische Nackt-Kletterin Jess Kelley auf dem Gipfel. Das Foto machte ihr Kletterpartner (ebenfalls hüllenlos) mit ihrem Handy. Veröffentlicht hat es als erstes die «Sunshine Coast Daily».

Diese etwas kuriose Geschichte erreicht uns aktuell aus Queensland in Australien. Jess Kelley, eine 24-jährige Archäologin aus Brisbane, kletterte kürzlich splitterfasernackt auf einen Gipfel in den berühmten Glasshouse Mountains. Auf sich trug sie nur ein Mobiltelefon und im Haar eine Spange mit Katzenohren. Ihr Kletterpartner Jeremiah war ebenfalls unbekleidet. Oben posierte Jess für das Foto, «als hätte sie soeben Europa erobert», berichtete die «Sunshine Coast Daily».

Schon einige Wochen vorher habe Jess den Berg Tibrogargan bestiegen, da sei ihr die Idee gekommen. «Auf dem Gipfel verspürte ich Lust, mich auszuziehen und dachte, es wäre eigentlich grossartig, die ganze Route nackt zu begehen.»

Ein tribalistisches Abenteuer

Gedacht, getan. Für ihre Nacktbesteigung machte sie sich früh am Morgen auf, weil sie als erfahrene Kletterin wusste, dass der Fels in der Sonne zu heiss wird, um ihn barfuss begehen zu können. Später berichtete sie: «Es war ein physisches und tribalistisches Abenteuer. Absolut genial, befreiend und Fun. Ein Höhenflug.»

Bei der nahe gelegenen Helikopter-Rettungsbasis reagierte man unerfreut auf Jess’ Nackt-Ausflug. Sowas habe man in den Glasshouse Mountains noch nie beobachtet. Und man sei nicht daran interessiert, unverhüllte, in Not geratene Kletterer auszufliegen.

Wie nackt in der katholischen Kirche

Überaus empört äusserte sich eine Aborigine-Frau. Die Glasshouse Mountains seien heilig für die Gubbi Gubbi, die Ureinwohner in dieser Gegend. «Jess Kelley ist in Gefahr, sie muss sich um ihre Zukunft fürchten. Sie beschmutzte einen heiligen Ort. Das ist, wie wenn jemand nackt in die katholische Kirche marschiert», so die ältere Frau. «Einfach abscheulich, eine Schande. Was für ein Blödsinn. Vielleicht wird sie irgendmal merken, was für eine Dummheit sie getan hat.» Diese Berge respektiere man, indem man von unten nach oben schaut. Nicht von oben nach unten.

Die Gubbi Gubbi engagieren sich seit Jahren, damit die boomende Kletterei in den Glasshouse Mountains nicht ausschweift. Jetzt wollen sie eine Webseite aufschalten, die den Felssportlern die Kultur der Aborigines beibringt.

Jess Kelley entschuldigte sich öffentlich: «Ich wollte niemandem zu nahe treten. Auch ich empfinde eine tiefe Verbundenheit mit den Bergen dieser Gegend, darum klettere ich so gerne dort. Nackt fühlte ich mich ihnen noch etwas näher.»

Auch in Europa wird hüllenlos geklettert

Jess Kelley ist nicht die erste, die sich unbekleidet an den Fels wagt. Die Australier rühmen sich sogar, sie seien Vorreiter dieser Bewegung. Allerdings wissen wir, dass Schriftsteller  Hermann Hesse schon vor hundert Jahren in der Region von Amden (SG) nackt durch die Berge kletterte.

In den USA avancierte das freizügige Freiklettern vor einigen Jahren schliesslich zum Trendsport. Wesentlich beeinflusst hat diese «Nude Rock Climbing»-Kultur der kalifornische Kunstfotograf Dean Fidelman, der unverhüllte Frauen mit langen Haaren am Fels abknipst – und mit den schönsten Bildern seit vier Jahren einen Kalender herausgibt. Nackt-Klettern, so Fidelman, sei die reinste Form. «Es zelebriert den menschlichen Körper. Inzwischen üben hunderte von Leuten diesen Sport aus, der den wahren Geist des Kletterns einfängt.» Unterdessen findet das Nacktklettern auch in Europa Anhänger. Besonders in England, aber auch in Deutschland und in Frankreich.>


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Arrigorriaga 27.4.2011: Nacktbadetage - FKK-Strände - Nacktrennen und Nackt-Fitnessstudio im Baskenland

aus: 20 minuten online: Nackt im Fitnesscenter: Spanier schwitzen ohne Hemmungen; 27.4.2011;
http://www.20min.ch/community/stories/story/Spanier-schwitzen-ohne-Hemmungen-13237432
<Im Baskenland findet jährlich ein Nackt-Rennen statt. Nun können die baskischen Nudisten auch zwischen den Rennen nackt schwitzen - im FKK-Fitnesscenter.

Im Easy Gym in Arrigorriaga zeigen die Mitglieder mehr als ihre Muckis. «Ich selber bin keine Nudistin, doch ich habe kein Problem damit», wird Fitnesscenter-Besitzerin Merche Laseca auf «BBC News» zitiert. Die Eröffnung des ersten spanischen FKK-Fitnesscenters hat für sie allerdings rein finanzielle und keine idealistischen Gründe.

Da es im selben Ort schon zwei Bäder gibt, die monatliche Nacktbadetage anbieten, und im nahe gelegenen Sopelana jedes Jahr ein Nackt-Rennen durchgeführt wird, schloss Laseca daraus, dass die Leute auf FKK stehen. Auch sind Nacktbadestrände im Baskenland und in ganz Spanien beliebt. Warum also sollte es Nudisten nicht auch ins Fitnesscenter locken?

Maite Vicuna, Präsident der Baskischen Nudisten-Vereinigung, scheint sich über das neue Angebot zu freuen: «Wir sind immer an neuen Aktivitäten interessiert», so «BBC News». Auch 90 Prozent von Vicunas Mitglieder sollen sich für ein Fitnesscenter ausgesprochen haben, in dem ohne Kleidung an den Geräten trainiert werden kann.

Sport-Unterwäsche wurde nicht ohne Grund erfunden

Nun, ob splitternackte sportliche Betätigung wirklich bequem ist, wie von den Nudisten behauptet, wird von anderer Seite bezweifelt. Schliesslich sei Sportunterwäsche nicht ohne Grund erfunden worden. Dass sich Frauen auf dem Laufband einen Sport-BH anziehen, dagegen hat Besitzerin Laseca nichts. Aber, so kontert sie, es gebe ja auch viele Dinge - zum Beispiel Spinning oder Gewichte heben - bei denen kein solcher von Nöten sei.

Zwar braucht niemand seine Sportklamotten in den Easy Gym mitzunehmen. Auf das Handtuch sollte allerdings nicht verzichtet werden, damit das FKK-Training nicht zum Bakterienmarkt wird. Und auch die fehlende Kleiderbarriere, die zumindest einen Teil des Schweisses von den Geräten fern hält, dürfte manchen Sportler von diesem unverklemmten Training abhalten.

Es mag Hygiene-Mangel sein, oder vielleicht ist Arrigorriaga einfach noch nicht reif für eine Mucki-Bude für Nudisten. Schliesslich tauchten am ersten Tag nur vier Leute zum Nackttraining an. Ab Mai wird der Club jedes Wochenende allein für die Splitternackten geöffnet haben.

Gibt es etwas Ungewöhnliches, was Sie schon splitterfasernackt getan haben? Dann verraten Sie es im Listing.

(fvo)>

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Bild online,
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Deutschland 28.5.2011: FKK-Nacktwanderweg im Harz

aus: Bild online: Die FKK-Route führt vno Dankerode zur Wippertalsperre: Nacktwanderweg im Harz eröffnet; 28.5.2011;
http://www.bild.de/reise/2009/fkk/naturistenstieg-fkk-sport-camping-dankerode-9822138.bild.html

<Darauf haben die deutschen FKK-Fans lange gewartet: Im Harz wurde endlich Deutschlands erster offizieller Nacktwanderweg eröffnet, seit Sonntag hängen die ersten Hinweisschilder.

Der Weg führt von Dankerode (Sachsen-Anhalt) zur Wippertalsperre und zurück – insgesamt 18 Kilometer dürfen völlig textilfrei bewandert werden.

Und damit sich die angezogenen Wandersleute und Spaziergänger nicht erschrecken, gibt es für sie sogar extra Hinweisschilder. Die nette Warnung darauf: „Willst Du keine Nackten sehen, darfst Du hier nicht weitergehen.“ Wer kein Problem mit nackten Tatsachen hat, ist natürlich trotz Klamotten willkommen.

Der Initiator des Naturistenstiegs ist Heinz Ludwig, ein Campingplatzbetreiber aus Dankerode. Dank ihm heißt es ab sofort im Harz also Nacktwanderung statt Nachtwanderung!>


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Der Standard online, Logo

15.7.2011: <Präsident des FKK-Verbands: "Nackte Menschen schauen einander zuerst in die Augen" - 7 Millionen Deutsche lassen im Urlaub die Hüllen fallen - warum es nichts mit Sex zu tun hat, erklärt der Präsident des deutschen FKK-Verbands>

aus: Der Standard online; 15.7.2011;
http://derstandard.at/1310511373000/Praesident-des-FKK-Verbands-Nackte-Menschen-schauen-einander-zuerst-in-die-Augen

<Zur Person

Kurt Fischer, Präsident des deutschen FKK-Verbandes. Kurt Fischer (69) ist Architekt und Bauingenieur. Seit 2004 ist er Präsident des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur (DFK).>

<Sieben Millionen Deutsche lassen im Urlaub die Hüllen fallen. Warum es nichts mit Sex zu tun hat und welches Utensil auch ein Nackter immer dabei hat, erklärt Kurt Fischer, Präsident des deutschen FKK-Verbandes, Birgit Baumann.

Standard: Warum ziehen sich die Deutschen im Urlaub so gerne aus?

Fischer: Deutschland ist die Wiege der FKK-Bewegung. Natürlich steckt eine Philosophie dahinter: Kleidung zeichnet Berufsstände aus, man sieht auch, wie viel jemand verdient. Aber nackt sind alle Menschen gleich. Und praktisch ist es außerdem auch.

Standard: Sie meinen: Keine nassen, rutschenden Badehosen?

Fischer: Genau. Da rutscht und kneift nichts, es ist herrlich Wind und Sonne am ganzen Körper zu spüren und sich im Einklang mit der Natur zu bewegen.

Standard: Wie kamen Sie persönlich zur FKK-Bewegung?

Fischer: In den Sechzigerjahren wollte ich mit meiner damaligen Freundin in Hannover in die Sauna gehen. Gemischte Saunen gab es damals noch nicht, alles war strikt nach Männlein und Weiblein getrennt. Aber es gab eine Sauna auf einem FKK-Gelände, da konnten wir gemeinsam hin.

Standard: Wie war die Premiere?

Fischer: Ich war nervös, dachte mir: Die werden mich alle anstarren, wenn ich nackt daherkomme. Aber kein Mensch hat geschaut. Dann spielten die Nackten Volleyball, und wir sahen zu. Die fragten ganz locker, ob wir mitspielen wollen. Dass hier alle nackt waren, war überhaupt kein Thema.

Standard: Mal ehrlich, Herr Fischer, guckt man nicht doch ein bisschen?

Fischer: Nackte Menschen schauen einander zuerst in die Augen. Wer gänzlich unbekleidet ist, ist außerdem viel weniger interessant. Ein knapper Slip oder Stringtanga ist tatsächlich ein sexueller Anreiz, weil er etwas verbergen will. Unser Nacktsein hat nichts mit Sex zu tun. Da sind wir in unseren 150 Vereinen in ganz Deutschland auch sehr rigoros.

Standard: Was heißt das?

Fischer: Sagen wir so: Wenn ein Mann auf dem FKK-Gelände Gefühle bekommt, dann soll er ins kalte Wasser gehen oder sich sonst diskret etwas einfallen lassen. Wir bieten dafür keine Bühne, da gibt es eine deutliche Grenze. Unsere FKK-Anlagen werden zumeist von Familien genutzt, das hat, wie manche meinen, mit Swingerclub gar nichts zu tun.

Standard: Viele Jugendliche wollen sich in der Pubertät jedoch nicht so gerne nackt zeigen. Wie gehen Sie damit um?

Fischer: Dafür haben wir volles Verständnis. So eine Phase hat jeder, das bekommt man als Erwachsener ja mit. Dann können sich die Jungen auch was überziehen, und wir lassen sie ganz in Ruhe. Würden sie sich aber absichtlich bekleidet unter die Nackten am FKK-Strand begeben, bloß um zu provozieren, dann würden wir das allerdings nicht tolerieren.

Standard: Bei manchen Leuten könnte man ja boshaft sagen: Es ist besser, wenn sie bekleidet bleiben.

Fischer: Unsinn. Schauen Sie sich doch in der Welt um. Es gibt nur ganz wenige Menschen mit Idealfigur. Die meisten sind zu dick, alle kriegen im Alter Falten. Das ist ganz natürlich. Wir verstecken unseren Alterungsprozess nicht. Völlig textilfrei sind aber übrigens auch wir nie unterwegs.

Standard: Wie das?

Fischer: Zur Grundausstattung gehört ein Handtuch. Das hat man immer dabei, man setzt sich ja nicht nackt auf einen Ledersessel oder sonst irgendwo hin. FKK-Anfänger vergessen das manchmal.

Standard: Würden Sie selbst auch anderswo als am FKK-Gelände gerne nackt sein?

Fischer: Um Gottes willen, nein. Ich hätte keine Lust, nackt am Wiener Stephansplatz herumzuspazieren. Wir wollen keine Konfrontation und keine Provokation, sondern einfach mit Gleichgesinnten die Natur genießen. (Birgit Baumann/DER STANDARD, Printausgabe, 16./17. Juli 2011)>


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Welt online, Logo

1.8.2011: FKK zu Hause in der Wohnung ist in Kanada nicht erlaubt!

aus: Welt online: Kanadische gesetze: Nackt im eigenen Haus umherlaufen ist verboten; 1.8.2011;
http://www.welt.de/reise/Fern/article13519850/Nackt-im-eigenen-Haus-umherlaufen-ist-verboten.html

<Andere Länder, andere Sitten: Unbedarfte Urlauber können in Kanada leicht ein Fall für die Polizei werden. Denn in einigen Gegenden gelten höchst seltsame Regeln.

Wandern, fischen, schwimmen – wer Urlaub in abgeschiedener Natur liebt, ist in Kanada genau richtig. Stundenlang kann man unterwegs sein, ohne auf irgendeinen Menschen zu treffen. Denn: Gemessen an der Fläche ist Kanada der zweitgrößte Staat der Erde, mit geschätzten 3,4 Einwohnern pro Quadratkilometer aber äußerst dünn besiedelt.

Was aber natürlich nicht heißt, dass man tun und lassen könnte, was man will. Das Hotelbuchungsportal Hotels.com hat einige der skurrilsten Gesetze zusammengestellt, an die sich Urlauber besser halten sollten, wenn sie keinen Ärger mit der Polizei bekommen wollen:

Wer mit dem Flugzeug anreist, sollte eines wissen: Fluggästen ist es nicht gestattet, während des Fluges die Maschine zu verlassen. Sollte es allerdings zu Umständen kommen, die dem Reisenden keine andere Option lassen, als aus dem Flugzeug zu springen, muss dieser das mit einem "lebenssichernden Gerät" tun. Andernfalls – vorausgesetzt, der Sturz wird wider Erwarten überlebt - kann es sein, dass die Polizei die Freude über das Überleben mit einem Knöllchen trübt.

Wer sich lieber auf dem Wasser fortbewegt, muss in Kanada keine Angst vor einer Kollision haben. Denn der Gesetzgeber legt fest, dass zwei verschiedene Schiffe auf einem Gewässer nicht zur selben Zeit die gleiche Position haben können.

Auch für Autofahrer gibt es das ein oder andere kuriose Gesetz. So sollte man bei einer Fahrt durch Jasper Gates nicht vergessen, dass es hier verboten ist, schneller als ein Pferd oder eine Kutsche zu sein. Wird dies nicht beachtet, droht eine Strafe.

Ist es dann nicht besser, sich gleich hoch zu Ross fortzubewegen? Zumindest für Hotelbesitzer kann das durchaus zum Problem werden – und zwar dann, wenn sie nicht in der Lage sind, für den Gast samt Pferd eine Unterkunft anzubieten. Dann heißt es nämlich: Ab hinter Schwedische Gardinen!

Ist die Frage nach der Unterkunft geklärt, stellt sich in Edmonton schon das nächste Problem. Hier sollte wohl überlegt sein, wo man den Abend bei einem Bierchen ausklingen lässt. Denn Männern ist es untersagt, zusammen mit einer Frau in einer Bar zu trinken.

Wer es angesichts dessen vorzieht, sich seine Spirituosen im Supermarkt zu besorgen, sollte nicht vergessen, dass Alkohol nicht in der Öffentlichkeit konsumiert werden darf. Auch beim Bezahlen gelten ganz eigene Regeln: Ist nämlich ein Artikel teurer als 50 Cent, darf dieser nicht ausschließlich mit Pennys bezahlt werden.

Kanada ist auch im Winter eine Reise wert. Hier gibt es wenigstens richtig viel Schnee. Doch auch hier ist Vorsicht angebracht: Wer in Calgary Schneebälle werfen will, muss sich zuvor die Erlaubnis des Bürgermeisters holen.

Und selbst in den eigenen vier Wänden herrschen mancherorts noch ungewohnte Einschränkungen. So ist in Winnipeg beim unbekleideten Gang aus der Dusche zum Kleiderschrank darauf zu achten, dass die Vorhänge zugezogen oder die Rollläden heruntergelassen sind. Denn: Nackt durch die Gegend zu laufen, ist selbst im eigenen Zuhause nicht gestattet.

nics>


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Basler Zeitung online, Logo 

Schweiz 17.11.2011: Bundesgericht Lausanne gibt den Kantonen freie Hand, Nachtwanderer zu bestrafen

aus: Basler Zeitung online: Bundesgericht: Kantone dürfen Nacktwanderer bestrafen; 17.11.2011;
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Bundesgericht-Kantone-duerfen-Nacktwanderer-bestrafen/story/20887143

<Das Bundesgericht hat sich den Anhängern des unverhüllten Naturerlebnisses mit einem Grundsatzurteil in den Weg gestellt. Die Kantone dürfen Nacktwandern unter Strafe stellen.

Eine heiss diskutierte Frage ist juristisch geklärt: Das Bundesgericht hat heute eine im Kanton Appenzell Ausserrhoden verhängte Busse gegen einen 47-jährigen Nacktwanderer bestätigt. Er war im Oktober 2009 im Gebiet Nieschberg bei Herisau AR nackt an einer Feuerstelle vorbeigewandert, wo sich eine Familie mit Kleinkindern aufhielt. Er passierte zudem ein christliches Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Eine Passantin stellte ihn schliesslich zur Rede und erstattete Strafanzeige.

Das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden sprach ihn 2010 vom Vorwurf des «unanständigen Benehmens» gemäss dem Gesetz über das kantonale Strafrecht frei. Das Obergericht gab im vergangenen Januar dann allerdings der Staatsanwaltschaft Recht und verurteilte den Mann zu einer Busse von 100 Franken.

Dagegen erhob der Betroffene Beschwerde ans Bundesgericht. Die Strafrechtliche Abteilung hat darüber heute öffentlich beraten und entschieden. Zu Sitzungen dieser Art kommt es nur, wenn sich die fünf Richter nicht einig sind. Es war also mit einem interessanten Disput zu rechnen.

Platz für kantonales Verbot

Der Nacktwanderer wurde vom Berner Anwalt Daniel Kettiger vertreten. In seiner Beschwerde argumentiert er, dass der Bundesgesetzgeber das schlichte, also nicht mit einer sexuellen Absicht verbundene Nacktsein bewusst nicht unter Strafe gestellt habe. Damit sei kein Platz für eine entsprechende Strafnorm auf kantonaler Ebene.

Das fragliche Verbot greife zudem in unverhältnismässiger Weise in die persönliche Freiheit von Nacktwanderern ein. Es entspreche angesichts der omnipräsenten Nacktheit in den Medien auch kaum dem Schutzbedürfnis einer Mehrheit in der Bevölkerung.

Hinzu komme, dass der kantonale Tatbestand des «unanständigen Benehmens» zu wenig klar umschreibe, was genau verboten sei. Sollte denn unbekleidetes Wandern oder Baden tatsächlich unter Strafe gestellt werden, müsste dies auch ausdrücklich festgehalten werden.

Verbotsirrtum

Allerdings sei ohnehin davon auszugehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung das Nacktwandern gar nicht als «unanständig» empfinde. Schliesslich liege ein Verbotsirrtum vor, da der Betroffene seit Jahren nackt gewandert, dafür aber noch nie gebüsst worden sei.

Noch offen ist der Ausgang vergleichbarer Verfahren im Kanton Appenzell Innerrhoden. Dort besteht eine Strafnorm, die explizit das Nacktwandern verbietet. Vor dem Bezirksgericht sind gegenwärtig die Fälle von zwei Personen pendent, welche die gegen sie verhängten Ordnungsbussen über 200 Franken angefochten haben. (rub/sda)>

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n-tv online, Logo

Geislingen (Deutschland) 15.1.2012: Nacktbaden um 3 Uhr in der Nacht bei 0 Grad Celsius

aus: n-tv online: Kuriose Ausrede: Nackter verblüfft Polizei; 15.1.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/Nackter-verbluefft-Polizei-article5216741.html

<Ein splitterfasernackter Mann hat der Polizei in Geislingen bei Stuttgart eine erstaunliche Begründung für seinen unbekleideten Ausflug aufgetischt. Er übe fürs Nacktbaden, erklärte der 25-Jährige den verdutzten Beamten, die ihn um 3 Uhr morgens auf einer Straße erwischten.

Dem Mann waren die Ordnungshüter unangenehm. Zumindest nahm er vor dem herannahenden Streifenwagen Reißaus, wie die Polizei Göppingen mitteilte. Die Beamten stellten den Entkleideten aber in einem nahen Garten - nackt wie Gott ihn schuf, nur mit Turnschuhen an den Füßen. Im Polizeibericht war von "Temperaturen um den Gefrierpunkt" die Rede.

Der Nackte räumte gegenüber den Uniformierten ein, Wiederholungstäter zu sein. Am 15. Dezember habe er schon einmal für das Nacktbaden trainiert - damals immerhin mit einem Oberteil am Körper. Wie ein Polizeisprecher sagte, droht dem Mann nun ein Bußgeldverfahren. "Den Vorwurf des Exhibitionismus wird man ihm wohl nicht machen können." Dazu hätte sich der Mann gezielt jemandem zeigen müssen - bis auf die Polizisten habe der Mann aber um 3 Uhr nachts bei etwa null Grad kein Publikum gehabt.

dpa>


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Deutschland 3.6.2012: Intellektuelle machen eher FKK als weniger Gebildete - das ist die deutsche Mentalität

aus: Der Standard online: Je knapper das Textil, desto größer der Verstand; 3.6.2012;
http://derstandard.at/1336698324661/HILPOLD-IM-ANZUG-Je-knapper-das-Textil-desto-groesser-der-Verstand

<Stephan Hilpold

Urteilen Sie nicht leichtfertig über leichtbekleidete Strandschönheiten. Laut Meinungsforschern soll es einen Zusammenhang zwischen Bademode und dem Bildungsgrad ihres Trägers geben.

Es gehört zu den schönen Seiten des Sommers, dass man sich über die Vorzüge der neuen Bademode unterhalten kann. In diesem Jahr versprechen die diesbezüglichen Diskussionen besonders aufschlussreich zu werden, hat das deutsche Meinungsforschungsinstitut Emnid doch herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Bademode und dem Bildungsgrad ihres Trägers gibt. Das Verhältnis ist nicht sonderlich kompliziert und kann in folgende Formel verpackt werden: je knapper das Textil, desto größer der Verstand.

Anhänger der Freikörperkultur

44 Prozent der 14- bis 29-jährigen Damen mit Matura planen, in der kommenden Badesaison nämlich zum Bikini zu greifen, bei Frauen mit niedrigerem Schulabschluss sind es dagegen nur 20 Prozent. Die Situation bei Männern stellt sich nicht viel anders dar: Kerle mit Hochschulreife zwängen sich eher in eine Slip-Badehose, Männer ohne greifen dagegen zur Bermuda-Short.

Das Ergebnis der Studie bestätigen im Übrigen auch die Anhänger der Freikörperkultur: Elf Prozent der männlichen Akademiker lassen gerne ihre Hüllen fallen, bei jenen mit weniger Schulbildung sind es nur vier Prozent - bei Frauen sogar nur drei Prozent.

Was wir aus dieser bemerkenswerten Studie lernen können? Erstens: Urteilen Sie nicht leichtfertig über leichtbekleidete Strandschönheiten. Zweitens: Der Verzicht auf zu viel Stoff unterstreicht unsere besten Seiten. Und drittens: Wählen Sie Ihren Partner am FKK-Strand. Ein schöner Körper ist nämlich nicht alles. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 1.6.2012)>


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16.6.2012: <Gratis shoppen: Dänen flitzen nackt durch den Supermarkt>

aus: Welt online; 16.6.2012;
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article106612287/Daenen-flitzen-nackt-durch-den-Supermarkt.html

<Wenn nichts mehr hilft, muss eine Nacktszene her: An der deutsch-dänischen Grenze hat ein Supermarkt die Kunden eingeladen, gratis einzukaufen – wenn sie es textilfrei tun.

Unbeschwert shoppen: Hundert nackte Kunden haben einen Supermarkt an der deutsch-dänischen Grenze gestürmt. Sie waren am Samstag zu einer Eröffnung der ungewöhnlichen Art gekommen.

Der neue "Priss"-Markt in dem kleinen nordfriesischen Ort Süderlügum hatte den ersten 100 Kunden, die sich bei der Eröffnung nackt ausziehen, versprochen, dass sie für 2000 Kronen (etwa 270 Euro) umsonst einkaufen dürfen.

Nur 100 durften blank ziehen

Geschäftsführer Nils Sterndorff zeigte sich vom Erfolg seiner Eröffnungskampagne überwältigt. "Ich habe nie gedacht, dass 100 kommen, habe gedacht, es kommen vielleicht 10."

Die ersten Kunden hatten nach seinen Angaben die Nacht im Zelt verbracht, um rechtzeitig da zu sein. Insgesamt waren nach Angaben von Beobachtern mehrere hundert Menschen zu dem Nackt-Shoppen gekommen. Doch nur 100 durften sich ausziehen und nackt mit dem Einkaufswagen durch die Gänge düsen.

Die meisten Kunden waren Dänen, die in diesen Grenzgeschäften traditionell billigeren Alkohol und Süßwaren kaufen.

dpa/wos>

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17.6.2012: FKK-Kreuzfahrten in den "USA"

aus: Financial Times Deutschland online: FKK-Kreuzfahrten Nackig auf hoher See; 17.6.2012;
http://www.ftd.de/lifestyle/reise/:fkk-kreuzfahrten-nackig-auf-hoher-see/70050601.html

<Lange war für FKK-Fans an Bord von Kreuzfahrtschiffen kein Platz. Nun organisiert ein US-Veranstalter den größten Nackt-Bootstrip der Welt.

von Ulf Brychcy

Neun Restaurants, drei prächtige Swimmingpools, eine Joggingbahn mit Blick auf den Ozean sowie 14 Passagierdecks und Platz für 2974 Reisende - die "Carnival Freedom" ist zweifelsohne ein anziehendes Kreuzfahrtschiff.

Oder ein ausziehendes.

Dazu jedenfalls will es Bare Necessities machen. Der auf FKK-Touren spezialisierte Reiseveranstalter hat den Ozeanriesen im kommenden Februar gepachtet - und plant nun den wohl größten Nackttrip der Welt.
Von Florida bis Panama sollen die Gäste die Klamotten im Koffer lassen. "The Big Nude Boat" (das große Nacktschiff) würde damit einen Rekord aufstellen: Noch nie hätten sich so viele FKK-Anhänger auf einem Schiff versammelt, heißt es vollmundig beim Anbieter aus den USA.

Für die Reederei Carnival ist die Massenentblößung ein gutes Geschäft - eine Komplettcharter ist besonders lukrativ. Nach dem finanziellen Desaster durch die "Costa Concordia"-Katastrophe kommt das wohl gerade recht. Zugleich helfen solche Sondertouren, dass der Kreuzfahrtboom ungebrochen anhält, mit weltweit zweistelligen Wachstumsraten.

Die Angebote für spezielle Zielgruppen gibt es schon länger. Bare Necessities etwa ist schon seit 20 Jahren im Geschäft mit den Nudisten. "Es ist mehr als nur die Kleidung ausziehen", sagte Eigentümerin Nancy Tiemann den Global Travel Industry News. "Es geht um das Reisen mit Gleichgesinnten."

Das Geschäft boomt. Die Schiffe werden immer größer, die Touren immer ausgefallener. So plant Tiemann in den kommenden zwei Jahren eine FKK-Kreuzfahrt in die Antarktis. Auch eisige Kälte an Deck scheint echte Nudisten nicht abzuschrecken. Ohnehin wächst die Nachfrage. Bei 3000 Passagieren pro Boot wird es da wohl nicht bleiben.

Längst hat der Trend auch andere Gesellschaftsgruppen erfasst, gibt es spezielle Offerten für Schwule und Lesben. "Das waren einst Nischenangebote", sagt Stefan Jaeger, Präsident der European Cruiser Association. Doch diese Klientel ist zumeist zahlungskräftig, und so bietet ihnen die Tourismusbranche spezielle Arrangements - etwa eine achttägige "Gay-only Cruise" durch die Ostsee: von Kopenhagen über Stockholm nach Sankt Petersburg.

Sogar für Kreuzfahrer mit besonderen sexuellen Vorlieben gibt es die passenden Angebote. Reedereien wie Royal Caribbean offerieren etwa für Swinger Schiffstouren in der Karibik oder Ägäis. Ein Anbieter lockt verrucht: "Hier wird nicht nur in See gestochen.">


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5.10.2012: FKK-Kreuzfahrt: <Kreuzfahrt: Reedereien locken neue Zielgruppen – auch Nackte>

aus: Welt online; 20.
http://www.welt.de/reise/article109652083/Reedereien-locken-neue-Zielgruppen-auch-Nackte.html

<Kreuzfahrt-Reedereien melden satte Zuwächse – und an Bord geht es immer lockerer zu. Von Smoking bis FKK, von Heavy Metal bis Musikantenstadl wird alles geboten, anspruchsvolle Bordküche inklusive.

Von

War da was? Nach dem tragischen Unglück der Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio im Januar dieses Jahres mehrten sich die Prognosen, dass der Kreuzfahrt-Boom nunmehr ein Ende gefunden habe. Tatsächlich habe es in den Wochen nach der Havarie zunächst eine eher zögerliche Nachfrage gegeben, heißt es aus der Branche. Doch bereits im Frühjahr sei der Markt wieder angesprungen, so Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbandes.

So konnte der deutsche Marktführer Aida-Cruises für das erste Quartal 2012 ein Passagier-Plus von elf Prozent melden. Nach 584.000 Reisenden 2011 erwarten die Rostocker für das laufende Jahr sogar einen satten Zuwachs. "Wir sind mit der aktuellen Buchungslage sehr zufrieden", freut sich Aida-Präsident Michael Ungerer. Bis 2016 soll sich die Flotte um drei auf dann zwölf Schiffe vergrößern.

Auch TUI-Cruises blicken erwartungsvoll in die Zukunft. Und investieren in einen Neubau, der sich im Mai 2014 zu "Mein Schiff 1 und 2" gesellen soll.

Deutsche Terminals reichen kaum noch aus

Tatsache ist: Die Deutschen sind in Sachen Kreuzfahrt auf den Geschmack gekommen. Fast 1,4 Millionen gingen im vergangenen Jahr an Bord eines Hochseeschiffs, das sind 200.000 Passagiere mehr als 2010. Tendenz steigend.

Nach einer Umfrage sehen die Reedereien weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial in Deutschland. Nach neuen Schätzungen sollen die Buchungszahlen hierzulande bis 2020 auf 2,5 bis 3 Millionen Gäste wachsen.

Auch das ist ein Grund, warum immer mehr internationale Kreuzfahrtschiffe deutsche Häfen ansteuern. Die Terminals reichen kaum noch aus. Allein Hamburg dürfte bis Jahresende 161 Anfahrten mit mehr als 400.000 Passagieren verzeichnen, ein Plus von 33 Prozent zum Vorjahr.

Das Image hat sich gewandelt

Die ungebrochene Beliebtheit von Kreuzfahrten mag auch daran liegen, dass sie längst kein elitäres Vergnügen mehr sind. Es gibt immer mehr Angebote für den kleineren Geldbeutel.

Zudem fand ein Imagewandel statt: Das Klischee von Seniorenheimen zur See verschwimmt. Immer mehr Aktivurlauber mit Kindern begeistern sich für Schiffsreisen. Und das in allen Preissegmenten ...

Auf Themenkreuzfahrten ist zumeist eine eher jüngere Klientel anzutreffen als auf einer klassischen Luxuskreuzfahrt. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn etwa die Allure of the Seas im April 2013 den "Musikantenstadl" durch die Karibik schippert, dürfte neben Andy Borg und den Zillertaler Haderlumpen auch ein eher älteres Fanpublikum an Bord sein.

Die Bands Napalm Death und Behemoth wiederum locken Anfang Dezember Heavy-Metal-Fans mit einer außerordentlichen Lärmtoleranz auf die Majesty of the Seas. "Barge to Hell" - Barkasse zur Hölle lautet da das vielversprechende Motto.

Reedereien geben sich umweltfreundlich

Dass auch manche Umweltschützer die Kreuzfahrtbranche zum Teufel wünschen und die Giganten zur See als giftige Rußschleudern brandmarken, tut der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch. Zumal einige Reedereien in die Offensive gehen und Nachhaltigkeit versprechen.

Als eines der umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe der Welt will zum Beispiel die neue Aida Mar Maßstäbe setzen. Ein neu entwickeltes "Heat Recovery System" nutzt die Abwärme des Bordbetriebs, um Klimaanlagen zu betreiben und Wasser aufzubereiten. Laut Aida würde dadurch täglich rund eine Tonne Treibstoff eingespart.

Als Direktorin für Umwelt und Gesellschaft hat die Reederei die Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland und frühere SPD-Politikerin Monika Griefahn eingestellt. Sie soll die Nachhaltigkeitsstrategie von Aida "weiterentwickeln und neue Impulse setzen".

Butler-Service und koschere Speisen

Das Bemühen um umweltverträglichere Schiffe bedeutet indes nicht, dass man künftig in jeder Hinsicht kleinere Brötchen backen möchte. Im Gegenteil: Wenn im Oktober die neue Celebrity Reflection in See sticht, können zahlungskräftige Kunden in bis zu 450 Quadratmeter großen Suiten residieren, mit Butler-Service rund um die Uhr.

Noch vier Quadratmeter mehr umfasst die Garden Villa auf einigen Schiffen der Norwegian Cruise Line. Mit Konzertflügel, Whirlpool, drei Schlafzimmern und eigenem Garten.

Hohe Ansprüche auf hoher See – das betrifft nicht nur die Unterbringung. Nach einer aktuellen Studie von Touristik Aktuell ist das Gastronomieangebot für mehr als zwei Drittel aller potenziellen Kunden ein entscheidendes Buchungskriterium.

Die Reedereien haben verstanden und rüsten mit Starköchen, Kochkursen und immer aufwändigeren Spezialitätenrestaurants kulinarisch kräftig auf. Zu punkten versucht man auch mit mehr Rücksichtnahme auf religiös und weltanschaulich bedingte Essgewohnheiten.

Beim Schweizer Unternehmen MSC Kreuzfahrten können Passagiere jüdischen Glaubens bereits bei der Buchung koschere Speisen ordern. Und es gibt Gerichte, die nach islamischem Ritus zubereitet werden, also Halal sind. Holland America Line setzt auf das größte Angebot an vegetarischen Speisen auf See.

Mehr Freiheit beim Dresscode – Nackte inklusive

Immer entspannter gestaltet sich auch der Dresscode an Bord. Smoking und Abendrobe sind noch auf den Ozeanlinern der britischen Cunard-Linie angebracht. Auf anderen Vier- und Fünf-Sterne-Schiffen tun es für den Herrn inzwischen auch Jackett und Hose zum Gala-Abend, bei den Damen muss es auch nicht mehr das lange Kleid sein.

In weniger hochpreisigen Kategorien ist das Serviceteam an Bord schon froh, wenn niemand in kurzer Hose und Tennissocken zum Dinner erscheint.

Wem das nicht locker genug ist, der wird vielleicht auf einer Reise der Carnival Freedom glücklich. Im Februar 2013 kreuzt der Meeresriese als "Big Nude Boat" – großes Nacktschiff – acht Tage durch die Karibik. Ziel: Panama.

Auf das Schiff mit seinen 14 Decks passen knapp 3000 Nackedeis. Zur größten FKK-Kreuzfahrt der Welt bittet der texanische Veranstalter "Bare Necessities Tour and Travel".>


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Welt online,
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20.6.2013: FKK in Deutschland geht zurück - in Ostdeutschland noch 10%

aus: Welt online:
Die Deutschen sind am Strand spießiger geworden; 20.6.2013;
http://www.welt.de/reise/article117304533/Die-Deutschen-sind-am-Strand-spiessiger-geworden.html

<Nackt ist out – so das Ergebnis einer Umfrage zur aktuellen Bademode der Bundesbürger. Vor allem die einst dem FKK-Treiben zugetanen Ostdeutschen ziehen ein sittsames Leibchen dem blanken Busen vor.

Von


Die Tage werden heißer, doch die Deutschen lässt das kalt: Statt sich aller Hüllen zu entledigen, wie das für diese Breitengrade seit mehr als 100 Jahren möglich ist, halten sie beim Baden Brust und Po strikt bedeckt.

Und manchmal noch mehr. So hat der Anteil der Badeanzug-Trägerinnen seit 2010 um beachtliche 14 Prozent auf heute 44 Prozent zugenommen. Das ermittelte das Online-Reiseportal "Ab in den Urlaub" (3,69 Mio. Nutzer im Monat) in einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Teilnehmern.

Seit 2010 stellt das Portal alljährlich die Frage, was Deutsche tragen, wenn sie ins Wasser gehen. Und beim Vergleich aller Ergebnisse bleibt nur ein Schluss: Die Deutschen werden spießiger. Sofern man darunter die Anpassung an überkommende, wenngleich vorherrschende Moralvorstellungen versteht.

Trend zum Badeanzug korreliert mit Übergewicht

Denn nicht nur, dass Frauen ab 50 fast vollständig auf den Bikini verzichten, was sich noch mit einer Rücksichtnahme auf zunehmende körperliche Defekte erklären ließe. Auch "Badenixen" zwischen 14 und 39 Jahren tendieren zum Badeanzug: Waren es 2011 noch 23 Prozent, sind es in diesem Jahr 26 Prozent.

Und ausgerechnet die Ostdeutschen, denen der Nimbus anhängt, trotzig eine aus DDR-Zeiten überkommene FKK-Kultur zu verteidigen, verhüllen besonders häufig ihren Korpus. So bevorzugt zwischen Erzgebirge und Rügen jede zweite Frau ab 14 Jahren den sittsamen Badeanzug.

Zahlen, die auffällig mit den neuesten Angaben zum Anteil der übergewichtigen Deutschen korrelieren. Demnach haben 40 Prozent der Frauen einen Body-Maß-Index (BMI) über 25, kurz: sie sind fettleibig.

Best Ager meiden Bikini

In dem Zusammenhang betonen die Autoren der Studie allerdings, nicht danach gefragt zu haben, warum die Deutschen zunehmend zu blickdichten Badesachen greifen: "Ob dahinter ein kritischerer Umgang mit dem eigenen Körper steht oder eher gesellschaftspolitische Überlegungen, wie Rücksichtnahme auf andersdenkende und andersgläubige Menschen, etwa Muslime, lässt sich unsererseits nicht beantworten", sagt Dr. Konstantin Korosides von Ab-in-den-Urlaub.

Freilich könnte auch die schiere Dominanz solventer Generationen wie die der 40-Jährigen an den Stränden den Trend zur Spießigkeit fördern. Denn mit dem Alter werden auch die Stoffbahnen am Körper buchstäblich länger.

So greift schon jede fünfte Frau jenseits der 30 zum Tankini, der aus einem zwar ärmellosen, aber den Bauch komplett verdeckenden Oberteil mit Bikini-Hose besteht. Sind die Frauen dann weiter zum Best Ager gereift, ist vielen selbst der Tankini zu freizügig (lediglich 7 Prozent nutzen ihn), vom Bikini ganz zu schweigen (5 Prozent).

FKKler bekommen Exotenstatus

Dass Männer ab 50 verstärkt zur engen Slip-Badehose greifen (2013 immerhin 16 Prozent gegenüber zehn Prozent 2012), scheint zwar eher die These "Je oller, je doller" zu stützen. Beim genaueren Hinsehen sieht man allerdings – nichts. Denn während die unter 40-Jährigen mehrheitlich Surfer-Shorts bevorzugen (63 Prozent), die sich im nassen Zustand eng an alle Körperteile schmiegen, sind die zu neuen Ehren kommenden Badehosen sexuell so wenig inspirierend wie ein Einstecktuch.

Und noch etwas ergab die Umfrage: In punkto Freikörperkultur wachsen Ost und West nun endlich zusammen, wobei der größere Landesteil freilich auch hier den Ton angibt, soll heißen: Nackt ist out.

Wenn die Zahlen stimmen, wonach nur noch vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen unbekleidet baden gehen, dürfte es wohl bald Reservate für Nudisten geben – und zwar möglichst weit im Osten, wo immerhin noch jeder Zehnte frei von moralischen Erwägungen beim Baden ist.>

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Basler Zeitung online, Logo

12.8.2013: FKK am Genfersee: Zwei Strandabschnitte für FKK-Freunde zu

aus: Die Welschen mögen es nicht, wenn nackt gebadet wird; 12.8.2013;
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Die-Welschen-moegen-es-nicht-wenn-nackt-gebadet-wird/story/15829075

<Von Philippe Reichen.

Im Kanton Waadt wurden in den vergangenen Jahren FKK-Strände aufgehoben. Um einer Busse zu entgehen, haben Nacktbadende nun einen Stringtanga bei sich.

Anders als in der Deutschschweiz ist in der Romandie die Freikörperkultur (FKK) verpönt. Sie wird mutmasslich von ein paar Hundert Leuten praktiziert, mit denen eine Mehrheit in der Bevölkerung ihre liebe Mühe hat. Nacktbadende nehmen deshalb einiges auf sich, um sich nach ihren Bedürfnissen zu erfrischen. An einem unzugänglichen Uferabschnitt unter dem Weindörfchen Epesses im Lavaux VD sind sie in diesen Tagen häufig anzutreffen. Es ist ein schöner Ort mit Steinen, die aus dem Wasser ragen, und Bäumen, die Schatten spenden. Eigentlich gälte wohl auch da Badehosen- oder Bikinipflicht. Aber ein Winzer lässt Nacktbadende, auf Französisch «Nudistes» oder «Naturistes» genannt, auf seinem Grundstück gewähren.

Der pittoreske Uferabschnitt in Epesses ist von den offiziellen Badestränden aus kaum zu sehen. Einzelne Besucher paddeln auf Surfbrettern an den abgelegenen Ort, um sich da ihrer Badkleider zu entledigen. Andere wiederum klettern über Steine oder überqueren das am Seeufer gelegene SBB-Bahntrassee. Dabei orientieren sie sich an den Bahnsignalen. Das ist nicht ungefährlich. Jedenfalls sind regelmässig Pfiffe der Lokführer zu hören. «Vielleicht pfeifen die Lokführer, weil gerade eine schöne Frau nackt am Seeufer sitzt», mutmasst Jean-Paul Demierre, Gemeinderat von Bourg-en-Lavaux, zu dem auch Epesses gehört.

Petition führte zu Verbot

Demierre ist für die Strände verantwortlich. «Bis vor vier Jahren hatte Epesses mit La Budaz einen Strand, an dem nackt gebadet werden durfte», erinnert er sich. La Budaz ist unweit von jenem Ort entfernt, der aktuell als FKK-Strand genutzt wird. Das Geschehen in La Budaz habe die Dorfbevölkerung mehr und mehr gestört, so Demierre. Offiziell, weil häufig Familien mit Kindern dort baden. Doch es heisst, auch Homosexuelle hätten sich an diesem Strand vergnügt, insbesondere während der Nacht. Die Bewohner von Epesses reichten im Gemeinderat eine Petition ein. Um die Bevölkerung zu beruhigen, erliess die Gemeindeleitung schliesslich ein Reglement, das Nacktbaden unter Busse stellte.

170 Franken kostet es, wenn die Polizei in La Budaz jemanden erwischt. Darauf verweist ein Warnschild vor Ort. Im Wiederholungsfall kann die Polizei das Bussgeld sogar erhöhen. Trotz Verbot baden in La Budaz einzelne Gäste nach wie vor kleiderlos. «Wir jagen die Nacktbadenden nicht wie Verrückte», versichert Demierre. «Doch die Polizei kontrolliert den Strand», sagt Eugène Chollet, Kommandant des Polizeipostens im Lavaux. In den letzten vier Jahren hat die Polizei gemäss Chollet 15 Bussen ausgesprochen.

Ob sie dabei mit Methoden wie im Louis-de-Funès-Film «Der Gendarm von Saint-Tropez» – getarnt und mit Feldstechern – vorgeht, wollte der Kommandant nicht sagen. «Wir haben unsere Methoden, und sie kosten uns nur wenig Energie», lässt Chollet wissen. Zweimal pro Woche müssen die Nacktbadenden mit Kontrollen rechnen, insbesondere an heissen Tagen. Um einer Busse zu entgehen, haben Nacktbadende gerne einen Stringtanga bei sich, den sie sich anziehen können. Chollet bestätigt: «Stringtangas sind erlaubt.»

Nackt in Frankreich

Noch ist nicht absehbar, dass sich die Einstellung am Genfersee bezüglich der Freikörperkultur ändern wird – im Gegenteil: Ein als FKK-Zone genutzter Strandabschnitt im Naturpark Grangettes bei Villeneuve VD wurde aufgehoben, offenbar nach einer Intervention von Tierschützern. Der grösste Aufenthaltsort für Nudisten am Lac Léman bleibt somit der privat geführte Familien-FKK-Campingplatz von Préverenges VD. In den Camping-Richtlinien steht jedoch, dass hier Singles unerwünscht sind.

Schweizern, die nackt baden wollen, bleibt nichts anderes übrig, als ans französische Seeufer zu fahren. Dort hat die Gemeinde Thonon einen FKK-Strand. Dieser liegt gut geschützt hinter Baumgruppen. Die Passagiere vorbeifahrender Kursschiffe sollen schliesslich nicht zum Voyeurismus animiert werden. (Tages-Anzeiger)>

Kommentar

Die Körperenergien ohne alle Hemmnisse fliessen zu lassen, das ist FKK. Wieso man einen FKK-Strand zumacht, weil sich Leute in der Nacht dort "vergnügen", ist absolut fadenscheinig, denn man kann den Strand am Tag ja geöffnet halten und um 20 Uhr schliessen. Es lebe der Faden.

Michael Palomino, 12.8.2013

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Spiegel online,
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17.12.2013: FKK-Gründer Herr Richard Ungewitter - der FKK-Pionier war auch in der rassistischen Ideologie verwurzelt

aus: Spiegel online: FKK-Pionier Richard Ungewitter Keine Kleidung, kein Alkohol, keine Juden
http://einestages.spiegel.de/s/tb/29815/fkk-pionier-richard-ungewitter-nudist-mit-hang-zum-rassismus.html

<Er kämpfte für das Recht, nackt zu sein - mitten im prüden Kaiserreich. Richard Ungewitter war einer der wichtigsten Vertreter der FKK-Bewegung, doch hinter seiner Rhetorik vom freien, nackten Menschen steckte ein anderes Interesse: Die "Züchtung rassereiner Menschen".

Von Marc von Lüpke

Dass er etwas vor seinen Lesern zu verbergen hätte, konnte man dem Schriftsteller Richard Ungewitter wahrlich nicht vorwerfen. Auf einer Abbildung in einem seiner Bücher lehnt er entspannt auf der Bank seines großen Sonnenfensters und genießt den wundervollen Tag. Warmes Sonnenlicht durchflutet die Blumenpracht im Garten. Der Autor lässt seinen Blick in die Natur schweifen. Was er dabei genau ins Auge fasst, lässt sich nicht sagen, denn Ungewitter wendet dem Fotografen und damit den Lesern seinen Rücken zu. Eigentlich ist das auch nicht besonders interessant. Denn was dem Betrachter vor allem ins Auge sticht, ist Ungewitters durchtrainiertes Hinterteil.

Unverhüllt streckt er es lässig nach hinten geschwungen seinem Leser entgegen: Der Schriftsteller ist völlig nackt. Und genau darum ging es in seinem 1909 erschienenen Buch. "Nackt. Eine kritische Studie" lautete der Titel.

Auf den rund 120 Seiten dieses Büchleins tummeln sich allerlei Nackedeis in jeder erdenklichen Pose. Lässig den Ellbogen auf den Rücken einer Kuh gestützt, blickt eine Dame nachdenklich ins Grüne, während ein weiteres Mädchen das Rindvieh zärtlich streichelt. "Vertraute Freunde" lautet die Bildunterschrift.

Und so geht es weiter: Drei nackte Grazien, die mit einem ebenfalls unverhüllten, prächtig gebauten Jüngling unbeschwert "Ringelringelreihen" spielen, an antike Statuen erinnernde Athleten, die ihre Muskeln spielen lassen, im Adamskostüm tobende Kinder.

Nacktheit als Lebensstil

Natürlich gingen die meisten Deutschen in der wilhelminischen Gesellschaft mit dem Thema Nacktheit nicht gerade offen um. Prüderie und Sittenstrenge diktierten die Kleiderordnung. Die Mode diktierte Stehkragen und Überröcke für die Herren und hochgeschlossene Kleider und lange Röcke für die Damen. Dennoch - oder gerade deshalb - schien Ungewitters Plädoyer für die Nacktheit auf viele Deutsche einen großen Reiz ausgeübt zu haben, einmal die Hüllen fallen zu lassen. Fast 100.000 Käufer fand er allein für sein Buch "Nackt".

Mit seinem Werben für die befreiende Nacktheit fand er allerdings auch die ungeteilte Aufmerksamkeit der Behörden. Die Attacke der "schwarzen Sittlichkeitsfanatiker und Moralprediger", wie Ungewitter seine Kritiker titulierte, folgte auf dem Fuße: Vor allem 1912 prasselten Gerichtsverfahren wegen Unsittlichkeit auf ihn nieder. Organisationen wie der "Kölner Männerverein zur Hebung der Sittlichkeit" zeigten Ungewitter bei der Staatsanwaltschaft an. Der Vorwurf lautete auf Verstoß gegen Paragraph 184 des Strafgesetzbuches, der Verbreitung unzüchtiger Schriften, Abbildungen und Darstellungen.

Teile seines Bestsellers mussten laut Urteil des Berliner Landgerichts I gestrichen werden, das Landgericht Wiesbaden ordnete sogar die Zerstörung der gesamten Auflage seines Buches "Kultur und Nacktheit. Eine Forderung" an. Doch der Autor wehrte sich nach Kräften und ging keiner gerichtlichen Auseinandersetzung kampflos aus dem Weg. 1913 schließlich wurden die Verfahren gegen die beiden Bücher eingestellt, Nacktheit als Lebensstil im Sinne Ungewitters galt nicht mehr als "unsittlich". Der FKK-Anhänger frohlockte. "Die Gegner besiegt", betitelte er das erste Kapitel seines neuesten Buches „Nacktheit und Kultur“.


"Man erwartete fast täglich meinen Tod"

Am 18. Dezember 1868 war Richard Ungewitter im thüringischen Artern geboren worden: nackt - und kränklich.

"In den ersten zwei Lebensjahren erwartete man fast täglich meinen Tod", beschrieb Ungewitter in einem Aufsatz "Mein Lebensgang" später seine ersten Jahre. Krankheiten wurden zu seinem ständigen Begleiter, auch als er nach der Schule eine Gärtnerlehre absolvierte, um an der frischen Luft zu sein. Weniger gesundheitsförderlich war gewiss sein exzessiver Tabakkonsum.

Doch damit sollte bald Schluss sein. Die zahlreichen Zipperlein wie Hautflechte oder Augenentzündungen führten Ungewitter in unzählige Arztpraxen, doch kein Mediziner konnte ihm helfen. Bei der Lektüre des Buches "Die neue Heilwissenschaft" des Naturheilkundlers Louis Kuhne kam ihm schließlich die Erleuchtung: Seine Krankheiten wurden von der Schulmedizin nur unterdrückt, aber nicht geheilt.

Malzkornbrot und Nährsalzschokolade

Nun therapierte sich Ungewitter selbst. Tabak: gestrichen, Alkohol: gestrichen, Fleisch: gestrichen. Bald gesellten sich auch noch Kaffee und Tee auf Ungewitters Verbotsliste. Und schließlich noch Milch und Eier.

Obst, Malzkornbrot, ab und zu einmal Nährsalzschokolade oder Käse ersetzten die bis dahin liebgewordenen Speisen. Zusätzlich legte sich der Gesundheitspapst ein rigoroses Aufbauprogramm auf. Ungewitter stemmte Hanteln, machte Gymnastik und genoss Luft- und Sonnenbäder - natürlich nackig. "Nach dem Aufstehen das Trockenbürsten, dann Ganzwaschung mit kaltem Wasser, nach dem Abtrocknen 20 Minuten Gymnastik am offenen Fenster, Selbstmassage, hauptsächlich tief ausatmen", beschrieb Ungewitter einen Teil seines Trainingsprogramms.

Was diese Selbstdisziplin aus Ungewitters Körper machte, konnten seine Leser in seinen Büchern bestaunen. Ein drahtiger, wohlproportionierter Athlet, mit mächtigem Vollbart und selbstsicherer Haltung blickte ihnen darin entgegen. Um der Öffentlichkeit zu beweisen, dass er nicht nur Muckies, sondern auch Köpfchen hatte, verwendete Ungewitter gerne Aufnahmen, die ihn in seinem Arbeitszimmer zeigten. Ungewitter am Lesepult, Ungewitter am Schreibtisch, den Stift hinterm Ohr, eifrig bei der geistigen Arbeit - und immer nackt.

Wer raucht, muss gehen

Wahrscheinlich im Adamskostüm verfasste Ungewitter auch die Schrift, die ihn zum Vorkämpfer der Freikörperkultur machen sollte: "Wieder nackt gewordene Menschen" von 1903. Herausbringen musste er seine ersten Bücher im Eigenverlag, anderen Verlagen war das Thema zu heiß. Ungewitter verfolgte ein großes Ziel: Durch natürliche Nacktheit sollten die angeblich kranken Deutschen seelisch und körperlich gesunden. Im "Lichtkleid", also ohne Klamotten, würden die Menschen zurück zur Natur finden.

Um Gleichgesinnte um sich zu versammeln, gründete Ungewitter 1908 die "Loge des Aufsteigenden Lebens", die wenig später umbenannt wurde in den "Treubund für Aufsteigendes Leben". Als "Großmeister" fungierte natürlich Ungewitter selbst. Mitglieder, die den Zigaretten und dem Alkohol nicht abschwören wollten, mussten gehen. Auch wer mit Fleisch oder Alkohol in Kontakt kam, wie Metzger oder Gastwirte, hatte im Treubund nichts verloren.

Ungewitters Vereinigung war in Gauen organisiert und mietete zum Beispiel Waldwiesen an, wo ihre Mitglieder nackt sein konnten. 1911 tummelten sich etwa 450 Mitglieder im Treuebund. Die Nackedeis gruben zur Ertüchtigung in der Erde, spielten Ball, gingen wandern, schwimmen oder turnen und gaben Lieder zum Besten.

Nach dem Ersten Weltkrieg soll Ungewitters Verein rund 800 Mitglieder gehabt haben. Groß war Ungewitters Verein damit wahrlich nicht, bei etwa 100.000 FKKlern am Ende der Weimarer Republik. Doch durch seine Bücher hatte er etliche Menschen zur Freikörperkultur inspiriert.

"Züchtung schöner, gesunder, rassereiner Menschen"

Richard Ungewitter wollte die Deutschen aber nicht nur von ihren Kleidern befreien. Der nackte Mensch sollte ein "rassereiner Arier" sein. "Aus Gründen der gesunden Zuchtwahl fordere ich deshalb die Nacktkultur, damit Starke und Gesunde sich paaren, Schwächlinge aber nicht zur Vermehrung kommen", erklärte Ungewitter in seinen Schriften. "Rassenbewußtsein und germanisches Stammesgefühl" zu fördern, und vor allem über "den schädlichen Einfluß unter uns lebender Fremdrassen" aufzuklären, darin sah Ungewitter den Existenzzweck seines Treubundes. Juden waren der erklärte Feind in Ungewitters Menschenbild.

Um das Germanentum zu stärken, strebe er die "Züchtung schöner, gesunder, rassereiner Menschen" an, schrieb er in seinem Buch „Die Nacktheit in entwicklungsgeschichtlicher, gesundheitlicher, moralischer und künstlerischer Beleuchtung." Zuchtfarmen" wären ideal, meinte Ungewitter. Dabei war der Rassenfanatiker nicht ganz unangreifbar. Spötter fanden eine ideale Zielscheibe in seiner Körpergröße. Er war nur knapp 1,60 Meter groß - weit entfernt vom angeblichen Idealmaß des "Ariers".

In drei Grade teilte Ungewitter die Mitglieder seines „Treubundes“ ein. Wie bei einer Sekte blieben die Kriterien vor der Öffentlichkeit verborgen. Zwei Punkte waren aber anscheinend entscheidend. Erstens: Wie weit zog sich jemand bereits aus? Zweitens: Was trug der einzelne zur „Züchtung“ einer „reinen Rasse“ bei?

FKK-Gelände werden verwüstet

Es waren jedoch ausgerechnet die germanophilen und rassefanatischen Nationalsozialisten, die dem nackten Treiben Ungewitters und der anderen FKK-Jünger nach ihrer Machtübernahme 1933 schnell ein Ende machten. Das Innenministerium sah im Nudismus "eine der größten Gefahren für deutsche Kultur und Sittlichkeit". Einer der Aufträge, die an SA-Trupps und Hitlerjungen ergingen, war die Verwüstung von FKK-Geländen.

Ungewitters Werke fielen unterdessen der Zensur zum Opfer. Er selbst zog sich eine Zeitlang zurück und konnte später wieder mit rassenhygienischen Schriften und eher skurril anmutenden Veröffentlichungen wie "Esst mehr Kartoffeln" in Erscheinung treten.

Erst am 10. Juli 1942 wurde passionierten Nudisten das Leben wieder etwas leichter gemacht: Die "Polizeiverordnung zur Regelung des Badewesens" erlaubte immerhin wieder das öffentliche Nacktbaden an Stellen, die für unbeteiligte Personen nicht einsehbar oder ausdrücklich für das Nacktbaden freigegeben waren.

Während viele FKK-Anhänger nach dem Ende des Dritten Reichs wieder unbeschwert die Hüllen fallen ließen, wurde es um Ungewitter still. Rund 120 Jahre, verkündete der Nudist, wolle er leben, um "das deutsche Volk auf den richtigen Weg zu führen". Gelungen ist ihm weder das eine noch das andere: 1958 starb der FKK-Papst mit 89 Jahren.>

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1.2.2014: Drei FKK-Wanderwege in Deutschland: Harz (Dankerode-Wippertalsperre), Lüneburger Heide (Undeloh), und Brandenburg (Trebbin) ist im Projekt ab 2015

aus: Rheinische Post online: Abenteuer FKK-Wandern: Wo man in Deutschland hüllenlos spazieren kann; 1.2.2014;
http://www.rp-online.de/leben/reisen/deutschland/fkk-trebbin-in-brandenburg-plant-nacktwanderweg-aid-1.3997254

<Trebbin. In der Stadt Trebbin in Brandenburg wird voraussichtlich 2015 ein Nacktwanderweg eröffnet. Es wäre der dritte seiner Art in Deutschland. Ganz ohne Kleidung kann man bislang im Harz und in der Lüneburger Heide seines Weges gehen.

Seit 2013 arbeitet die Stadt Trebbin an der Einrichtung eines Nacktwanderweges. Das berichtet die "Märkische Allgemeine". Allerdings verzögert sich das Projekt. Denn bislang ist unklar, auf welcher Route die FKK-Fans entlang laufen sollen. Eine in den Glauer Bergen von 85 Probe-Nacktwandersleuten getestete Strecke, kommt nun doch nicht in Frage. Denn an Wochenenden sind hier neben den Läufern aus der Gemeinde, bis zu 600 Textil-Touristen unterwegs. Zu viele, um regelmäßige Zusammentreffen ausschließen zu können.

Drei FKK-Wege insgesamt

Der Trebbiner Nacktwanderweg wäre der erste in Brandenburg und der dritte deutschlandweit. Der erste Weg für Naturisten entstand im Harz. Er führt von Dankerode aus über die Leuschner Brücke durch das Wippertal zur Wippertalsperre und zurück. Die Route ist 18 Kilometer lang und befindet sich zum Großteil im Kreis Mansfeld-Südharz. Am Anfang des Weges warnt ein Schild unbescholtene Läufer: "Willst du keine Nackten sehen, darfst du hier nicht weiter gehen!".  

Der zweite FKK-Weg Deutschlands wurde in der Lüneburger Heide eröffnet. 16 Kilometer stehen für Freikörperkulur um die Gemeinde Undeloh zur Verfügung. Der Wanderweg beginnt beim Parkplatz süd-westlich von Wesel. Hier besteht zudem die Möglichkeit sich Wandergruppen anzuschließen - falls das Nacktlaufen alleine doch unangenehm sein sollte.

Trebbin bleibt ungeklärt

Wie es derweil in Trebbin weiter geht, bleibt vorerst unklar. Ein Vorschlag termingebundene Wanderungen anzubieten, sodass sich die umliegende Gemeinde darauf einstellen könne, erntete ebenfalls keinen Zuspruch. Die Planer vermuten, dass sich diese Aktion im Sand verlaufen würde, da sich auch die FKK-Wanderer spontan bei gutem Wetter auf den Weg machen wollen. Daher wird nun eine neue Route gesucht. Der Bürgermeister verspricht sich von dem Spezial-Weg mehr Tourismus in der Region.


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Quellen
[1] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330.html
[2] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=1.0.html
[3] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=2.0.html
[4] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=3.0.html
[5] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=4.0.html
[6] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=5.0.html
[7] http://www.portal.gmx.net/de/themen/reise/bildergalerie/bilder/8926330,page=9.0.html


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