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Paar-Fakten (Teil 10 - ab 1.4.2026)

Definition "Lebensmensch" (12.8.2024)

Eierstock-Grössenwahn: Eine Frau behauptet über andere Frauen: "Frauen merken alles" (2'20-30'') - Link

Junge Frauen mit älteren Männern: das macht Sinn - und die ScheissVP in der Schweiz mit ihrer Hetze gegen Beziehungen ist WEG vom Fenster
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Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Der Mann am 10.4.2026: mit G-Punkt und P-Punkt:
Der männliche G-Punkt liegt woanders, als du denkst
https://www.20min.ch/story/maennlicher-g-punkt-studie-findet-empfindlichste-erogene-zone-103543808

Gloria Karthan -- Es ist weder Eichel noch Prostata: Forschende aus Spanien haben in der bisher detailliertesten Studie des Penis die empfindlichste erogene Zone identifiziert.

Der männliche G-Punkt – ein Mythos? Keineswegs. Nur haben Wissenschaft und Medizin offenbar jahrzehntelang an der falschen Stelle gesucht. Eine umfassende Studie hat nun die empfindlichste erogene Zone des Penis kartiert. Und sie ist weder die Eichel noch die Prostata.

Wo liegt der männliche G-Punkt wirklich?

Ein Forschungsteam um Alfonso Cepeda-Emiliani von der Universität Santiago de Compostela in Spanien hat für die Studie im Fachjournal «Andrology» Gewebe von 14 erwachsenen und 30 fötalen Penissen in hauchdünne Scheiben geschnitten und unter dem Mikroskop analysiert. Das Ergebnis: Die sensibelste Zone ist das sogenannte Frenular Delta – eine kleine, dreieckige Fläche an der Unterseite des Penis, dort, wo Eichel und Schaft aufeinandertreffen.

Bisher galt die Eichel als Hauptquelle sexueller Empfindung. Doch das Frenular Delta enthält laut Studie eine deutlich höhere Dichte an Nervenenden und spezialisierten Tastrezeptoren. Bis zu 17 dieser Rezeptorenbündel fanden die Forschenden auf kleinstem Raum – in der Eichel kommen sie dagegen nur vereinzelt vor. Diese Rezeptoren reagieren auf feinste Vibrationen bei Hautkontakt und sind direkt mit sexuellem Lustempfinden verbunden. Es handle sich um «einen der lustvollsten Punkte für männliche sexuelle Stimulation», so Eric Chung, Vizepräsident der International Society for Sexual Medicine, gegenüber «New Scientist».

Und was ist mit der Prostata?

Wer «männlicher G-Punkt» googelt, stösst schnell auf die Prostata, auch P-Punkt genannt. Diese walnussgrosse Drüse sitzt unterhalb der Blase und lässt sich über das Rektum stimulieren. Auch sie ist reich an Nervenenden und kann intensives Lustempfinden auslösen.

Doch hier liegt der entscheidende Unterschied: Die Prostata ist ein interner Punkt, das Frenular Delta ein externer. Beide können zum Orgasmus beitragen, aber über komplett unterschiedliche Wege und Nervenbahnen.

Warum wusste man das nicht schon länger?

Die Studienautoren selbst sprechen von «anhaltenden blinden Flecken in der Sexualmedizin und Urologie». Den Begriff Frenular Delta gibt es bereits seit 2001, als Ken McGrath von der Auckland University of Technology in Neuseeland die Zone erstmals benannte. Er bezeichnete sie damals schon als männlichen G-Punkt, der Begriff setzte sich aber nie durch.

Chirurgin Kesley Pedler vom Port Macquarie Base Hospital in Australien sagt gegenüber «New Scientist», das Frenular Delta werde «selbst in den aktuellsten Ausgaben der renommiertesten urologischen Anatomie-Lehrbücher nicht erwähnt».

Was bedeutet die Entdeckung für die Beschneidung?

Die Forschenden weisen darauf hin, dass bestimmte Beschneidungstechniken das Frenular Delta beschädigen oder ganz entfernen können – was die sexuelle Empfindsamkeit möglicherweise reduziert. Eine grosse belgische Studie fand heraus, dass unbeschnittene Männer mehr Lust bei der Stimulation dieser Zone empfinden.

Eine weitere Studie hingegen zeigte keinen Unterschied in der Orgasmusqualität – was darauf hindeutet, dass der Körper den Verlust teilweise kompensieren kann. Die Forschenden mahnen dennoch zu mehr Sorgfalt bei Eingriffen in dieser nervenreichen Zone und fordern bessere Aufklärung für Chirurginnen und Chirurgen. Übrigens: Cepeda-Emiliani und sein Team arbeiten laut eigenen Angaben bereits an einer vergleichbaren Studie zur Klitoris und Vulva.


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Frankreich am 10.4.2026:
Frankreich schafft "Sex-Pflicht" in der Ehe ab
https://www.nau.ch/news/europa/frankreich-schafft-sex-pflicht-in-der-ehe-ab-67115820

Vivian Balsiger -- Frankreich -- Frankreich krempelt das Eherecht um: Kein Sex-Zwang mehr in der Ehe – Der Senat hat grünes Licht für eine umstrittene Reform gegeben.

  • Frankreich schafft die «Ehepflicht» ab: Der Senat hat dem Gesetzesentwurf zugestimmt.
  • Neu bedeutet das für Frankreich: Die Eheschliessung verpflichtet nicht zum Sex.
  • Der Europäische Gerichtshof verurteilte Frankreich wegen problematischem Scheidungsurteil.

Der französische Senat hat einen wichtigen Schritt zur Abschaffung der «Ehepflicht» gemacht. Die Abgeordneten verabschiedeten am Donnerstag einen Gesetzesentwurf mit überwältigender Mehrheit.

209 Senatoren stimmten dafür, nur zwei dagegen. Die konservativen Abgeordneten enthielten sich der Stimme.

Der neue Gesetzestext stellt klar: Eine Eheschliessung verpflichtet nicht zu sexuellen Beziehungen.

Die Gleichstellungsministerin Aurore Bergé betonte die Bedeutung dieser Regelung. «Die Ehe ist ein Versprechen von Teilhabe, Liebe und Respekt. Aber sie bedeutet niemals ein Zugangsrecht (zu sexuellen Beziehungen)», sagte sie laut der Nachrichtenagentur «AFP».

Endgültig beschlossen ist der Gesetzesentwurf jedoch noch nicht: Ein Vermittlungsausschuss muss noch eine finale Version erarbeiten.

Fehlender Sex kein Scheidungs-Verschulden mehr

Ein Vorschlag kommt vom Mitte-Rechts-Abgeordneten Paul Christophe: Bürgermeister sollen den Grundsatz bei Eheschliessungen vorlesen. Dies solle helfen, sexuelle Gewalt zu verhindern, so seine Begründung laut «AFP».

Auch bei Scheidungen soll künftig gelten: Keine Schuldzuweisung wegen verweigertem Sex. Denn in Frankreich gilt noch immer das Schuldprinzip bei Scheidungen, auch wenn es selten angewendet wird.

Auslöser war ein Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dieses kritisierte, dass eine Frau im letzten Jahr bei einer Scheidung benachteiligt wurde, weil sie Sex verweigert hatte. Eine «eheliche Pflicht» widerspreche sexueller Freiheit und dem Recht auf den eigenen Körper.

Diese Pflicht steht zwar nicht ausdrücklich im französischen Gesetz, wird aber von manchen Richtern angenommen.

Die rechtliche Entwicklung in Frankreich war langsam. Erst 1990 erkannte das höchste Berufungsgericht des Landes Vergewaltigung zwischen Ehegatten als Straftat an. Weitere 16 Jahre vergingen, bis diese Regelung 2006 ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde.

Die Schweiz war in dieser Entwicklung ebenfalls nicht Vorreiterin. Erst 1992 wurde hierzulande Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe gestellt. Zuvor galt sexuelle Gewalt zwischen Ehepartnern rechtlich nicht als Vergewaltigung, sondern höchstens als Nötigung.




Lügner und Lügnerinnen am 21.4.2026: Wenn Leute eine falsche Biographie ERFINDEN, um besser dazustehen:
5 Anzeichen:
Zwanghaftes Flunkern: So erkennst du pathologische Lügner

https://www.20min.ch/story/pathologisches-luegen-erkennen-diese-5-zeichen-gibt-es-103547382

Carolina Lermann -- Sie geben sich als jemand anderes aus oder erfinden Geschichten – hinter pathologischem Lügen steckt oft ein Muster. Experten erklären, wie du es erkennst und was dahintersteckt.

Manche schwindeln, um sich in ein besseres Licht zu rücken. Andere verschaffen sich gezielt Vorteile. Und bei einigen wird das Flunkern tatsächlich zu einem Zwang. Der Begriff «pathologischer Lügner» wird dann schnell verwendet – ob bei Politikern oder Reality-Stars. Doch so simpel ist es nicht. Denn diese Bezeichnung trifft nur auf sehr wenige Menschen zu.

«Pathologisches Lügen ist keine eigene Krankheit. Es ist ein Verhaltensmuster», erklärt Psychiaterin Dr. Christina Ni gegenüber «Self». Oft habe es mehr mit innerem Druck zu tun als mit böser Absicht. Fünf Anzeichen, dass du es mit einem pathologischen Lügner zu tun hast:
Lügen wird zum Reflex

Wir alle flunkern mal. Vielleicht, um sich aus einer unangenehmen Situation zu retten oder um jemanden nicht zu verletzen. Ein echter pathologischer Lügner fällt aber nicht durch einzelne Unwahrheiten auf, sondern durch ein Muster, sagt Drew Curtis, Professor für Psychologie und Autor von «Big Lies». «Wir sprechen von durchschnittlich neun bis zehn Lügen pro Tag.» Dabei ist das Schwindeln keine bewusste Entscheidung, sondern vielmehr eine automatische, reflexartige Reaktion.
Lügen entstehen ohne klaren Nutzen

Was besonders auffällt: Oft gibt es gar keinen ersichtlichen Grund für die Unwahrheiten. «Im Gegensatz zu strategischen Lügen, die dazu dienen, etwa einer Bestrafung zu entkommen, bieten pathologische Lügen keinen erkennbaren Nutzen», erklärt Ni. Häufig gehe es um innere Beweggründe – sich etwa wertvoll oder akzeptiert zu fühlen. Das kann so weit gehen, dass jemand vorgibt, die gleiche Serie zu schauen wie Freunde – obwohl das gar nicht stimmt. Manchmal glauben Betroffene sogar selbst an Teile ihrer Geschichten.

5 Arten von Lügen

    Soziale Lüge: Sie soll höflich sein und niemanden verletzen – etwa ein Kompliment, das nicht ganz ehrlich ist. Im Unterschied zu anderen Lügen steht hier der Schutz von Gefühlen im Vordergrund.
    Notlüge: Sie entsteht spontan, um sich aus einer unangenehmen Situation zu retten. Meist hat sie keinen grossen Schaden zur Folge und dient der kurzfristigen Entlastung.
    Zwecklüge: Sie wird bewusst eingesetzt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Anders als die Notlüge ist sie geplant und oft strategischer.
    Vorsätzliche (dissoziale) Lüge: Hier wird absichtlich gelogen, um anderen zu schaden oder sich selbst Vorteile zu verschaffen. Sie ist oft mit manipulativem oder rücksichtslosem Verhalten verbunden.
    Pathologische Lüge: Diese Art von Lügen wird in der Psychiatrie als Pseudologie bezeichnet. Es passiert wiederholt und ohne klaren Nutzen, oft wie ein innerer Zwang. Betroffene verlieren dabei teilweise selbst den Bezug zur Wahrheit.
    Ausrede: Sie verschiebt die Verantwortung für ein eigenes Fehlverhalten auf äussere Umstände. Im Gegensatz zu anderen Lügen geht es weniger um Täuschung als um Rechtfertigung.

Lügen entstehen immer und überall

Niemand wird durch eine einzige Schwindelei zum pathologischen Lügner. Bei dieser Art von Unwahrheiten handelt es sich um ein umfassendes, chronisches Muster, das sich laut Curtis durch alle Lebensbereiche zieht – ob innerhalb der Familie, im Job oder Freundeskreis.
Lügen sind leicht zu entlarven

«Da pathologische Lügner so häufig flunkern, sind ihre Lügen meist nicht besonders gut ausgereift. Sie widersprechen sich auch oft», erklärt der Psychiater Owen Scott Muir gegenüber «Self». Behauptet jemand etwa, einen Marathon gelaufen zu sein, liesse sich das gut mit Gegenfragen überprüfen. «Erfahrene Manipulatoren, die eine grössere Absicht haben, würden solche Fehler vermeiden.»

    Viele empfinden später Reue.

Drew Curtis, Professor für Psychologie
Lügner zeigen Reue

Eines der grössten Missverständnisse ist, dass pathologische Lügner völlig zufrieden damit sind, andere zu täuschen. «In meinen Untersuchungen berichten viele, dass sie später Reue empfinden», sagt Curtis. Dieser Kummer ändere aber nicht zwangsläufig etwas am Verhaltensmuster. Warum? Weil die Unwahrheit laut Ni eine psychologische Funktion erfüllt. «Sie reduziert vorübergehend die Unsicherheit oder die Angst vor Ablehnung.» Dadurch werde sie zu einer ungesunden Bewältigungsstrategie, die schwer abzulegen ist.
Was helfen kann

Wenn jemand sein Verhalten ändern will, wird er nicht einfach damit aufhören können. Vielmehr müssen die Ursachen des Zwangs verstanden werden. «Eine Technik, mit der wir Menschen helfen, weniger zu lügen, besteht darin, erwünschte Verhaltensweisen wie Ehrlichkeit zu bestärken oder ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken», so Curtis. Eine andere Technik, für alle, die wissen, dass sie es mit einem pathologischen Lügner zu tun haben: unbedeutende Ehrlichkeiten einfordern, wie: «Ich war beim Coiffeur, meine Haare sehen schrecklich aus, oder?»



Psychologie am 4.5.2026:
Datingcoach
: «Wenn sie Nein sagt, frag einfach in zehn Minuten nochmal»

https://www.20min.ch/story/datingcoach-wenn-sie-nein-sagt-frag-einfach-in-zehn-minuten-nochmal-103555289




Studie in der Schweiz am 10.6.2026:
Einfach abgefunden
: «Perfekten Partner gibts nicht»: Jeder Dritte geht Kompromiss ein

https://www.20min.ch/story/partnerwahl-jeder-dritte-gibt-sich-laut-umfrage-mit-weniger-zufrieden-103578483

Gloria Karthan -- Ein Drittel glaubt laut einer Umfrage, sich bei der Partnerwahl mit weniger zufriedenzugeben – auch unsere Community kennt das Phänomen. Eine Paartherapeutin erklärt, warum das einen nicht stressen sollte.

Sechs Jahre lang war Z. mit ihrem Partner zusammen. Trotzdem war da immer dieses leise Gefühl. «Manchmal weiss man einfach im Bauch, dass etwas nicht ganz so ist, wie man es sich wünscht», erzählt die 34-Jährige gegenüber 20 Minuten. Konkret benennen konnte sie es nicht. Heute, drei Jahre später und mit neuem Partner, weiss sie: Die Zweifel waren berechtigt. «Heute fühlt sich alles leicht an, nichts ist ein Kompromiss.»

Was Z. erlebt hat, nennt sich «Settling». Das Gefühl, sich beim Partner mit weniger zufriedengegeben zu haben, als möglich gewesen wäre. Laut einer US-Umfrage kennen 33 Prozent dieses Gefühl. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 41 Prozent, und Frauen erleben es laut Umfrage häufiger als Männer.

Auch in der 20-Minuten-Community ist das Gefühl weit verbreitet. Bei unserer nicht repräsentativen Abstimmung mit fast 3000 Teilnehmenden gaben 38 Prozent an, bei der Partnerwahl schon Kompromisse gemacht zu haben – aktuell oder in einer früheren Beziehung. Nur 22 Prozent sind sicher, dass es niemand Besseren für sie gibt.
«Es gibt keinen perfekten Partner»

Manchmal ist das Gefühl ganz konkret: Die Anziehung schläft ein, der Humor passt nicht, der Kinderwunsch geht in andere Richtungen. Und manchmal ist es vage, wie bei Z., die dachte: «Eigentlich ist alles okay, bis auf dieses Gefühl.» Sie habe sich damals gefragt: «Bin ich einfach jemand, der nie zufrieden ist?»

Paartherapeutin Tharsika Bühler kennt solche Selbstzweifel aus ihrer Praxis, stellt aber klar: «Es gibt keinen perfekten Partner, der alle Bedürfnisse erfüllt. Alle langfristigen Beziehungen bestehen aus Kompromissen.» Entscheidend sei, ob die Grundwerte zusammenpassen und beide bereit sind, die Beziehung aktiv zu gestalten. Ungesundes Settling beginne dort, «wo Menschen dauerhaft gegen ihre eigenen Werte leben und hoffen, dass sich der Partner irgendwann grundlegend verändert».

«Eine Partnerschaft ist doch immer ein Kompromiss», schreibt auch Leserin TanteRösli. Sie habe selbst kleine Kompromisse gemacht und sei so glücklich wie nie. Und Snake93 zieht eine klare Grenze: Wer systematisch schlecht behandelt werde, solle sofort gehen. Wer aber trotz guter Basis immer mehr wolle, müsse die eigenen Ansprüche prüfen.
Warum Junge und Frauen das Gefühl häufiger haben

Bühler beobachtet etwas in ihrer Praxis: «Viele verwechseln die Frage ‹Habe ich den richtigen Partner gewählt?› mit ‹Bin ich mit unserer Beziehung zufrieden?›.» Wer unzufrieden sei, zweifle nicht zwangsläufig am Partner – sondern leide darunter, dass Wünsche nach Nähe, tieferen Gesprächen oder erfüllter Sexualität nie ausgesprochen würden.

Dass gerade jüngere Erwachsene zweifeln, führt die Expertin auch auf Dating-Apps und Social Media zurück: «Die Auswahl scheint grenzenlos. Dadurch entsteht leicht das Gefühl, irgendwo könnte noch jemand besser passen.» Frauen in ihrer Praxis reflektieren ihre Beziehungen zudem stärker und hinterfragen ihre Partnerschaft dadurch häufiger.

Bleiben oder gehen: Eine simple Frage entscheidet

Und was, wenn der Zweifel bleibt? Für Bühler sei er zunächst eine Einladung, genauer hinzuschauen. Denn Kommunikation finde in vielen Beziehungen nur an der Oberfläche statt – man spricht über Termine, Kinder, Haushalt. Bevor man die Beziehung infrage stelle, solle man prüfen: «Habe ich überhaupt gezeigt, was ich brauche? Haben wir gemeinsam Lösungen gesucht? Sind wir beide bereit, weiter zu investieren?»

Erst wenn grundlegende Werte dauerhaft nicht vereinbar seien oder die Bereitschaft fehle, an der Beziehung zu arbeiten, sei eine Trennung sinnvoll. Die entscheidende Frage stelle sie Paaren deshalb anders, als sie es erwarten. «Ich frage nicht: Haben Sie den richtigen Partner gewählt? Sondern: Sind Sie beide bereit, Ihre Beziehung aktiv gemeinsam zu gestalten?»

Bei Z. hat sich diese Bereitschaft erschöpft – am Ende war es aber ihr Ex, der den Schritt zur Trennung machte. «Wahrscheinlich war das Gefühl also nicht einseitig.» Mittlerweile sind beide glücklich vergeben. Bei Stefanie (20) sieht es anders aus. Sie hatte lange das Gefühl, in der Beziehung zu wenig zu bekommen. Heute, nach der Trennung, fragt sie sich: «Kommt wirklich noch etwas Besseres – oder hätte ich mich mit dem zufriedengeben sollen?»



Plattitüden in der Beziehung am 16.6.2026: Immer "wir" sagen:
7 simple Sätze stärken deine Beziehung im Alltag
https://www.20min.ch/story/beziehung-staerken-7-saetze-die-paare-sich-im-alltag-sagen-sollten-103584222

Gloria Karthan -- Grosse Gesten sind schön, aber sie halten keine Beziehung zusammen. Paare stärken ihre Beziehung meist im Alltag, Satz für Satz. Zwei Expertinnen hätten dazu ein paar Ideen.

Nicht die Blüemli zum Jahrestag und nicht der spontane Wochenendtrip tragen eine Beziehung. Es sind die Sätze, die zwischendurch fallen, ob nach einem Streit oder abends auf dem Sofa. Das australische Onlinemagazin «Body & Soul» hat dazu zwei Fachfrauen befragt – die klinische Psychologin Helen Robertson, Co-Autorin des Buchs «The 8 Love Links», und Beziehungscoach und Mediatorin Nicole Koelewijn.


Sie nennen Sätze, die eure Beziehung stärken können. Natürlich rettet kein einzelner Satz eine Beziehung. Aber ihre Summe kann laut Fachpersonen entscheiden, in welche Richtung sie läuft.

1. «Unsere Beziehung ist mir wichtig. Können wir das zusammen entscheiden?»
Klingt logisch – bis ein Moment kommt, in dem dieser Satz zählt: ein Jobangebot in einer anderen Stadt, eine grössere Anschaffung und eine Person prescht einfach vor. Für Robertson ist genau das der Punkt, an dem ein Paar innehalten muss: «Hier legt ihr eine gemeinsame Basis fest, damit ihr beide ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit habt», erklärt sie. Jeder bleibt, wer er ist, aber die grossen Entscheidungen trifft man zusammen.

2. «Ich sehe, dass du verletzt bist. Ich bin für dich da.»
Manchmal reagiert dein Gegenüber auf eine harmlose Bemerkung heftiger, als die Situation vermuten lässt. Oft steckt eine ältere Verletzung dahinter. Diesen Satz dann auszusprechen, sei sehr bedeutsam, sagt Robertson. Er erkenne den Schmerz an, statt ihn wegzuargumentieren, und baue Vertrauen auf. Das Gegenüber spürt, dass du nicht gehst, sobald es unbequem wird.

3. «Was können wir beim nächsten Mal anders machen?»
Euer Streit läuft zum dritten Mal gleich ab: Schon wieder hast du die Wäsche in der Maschine vergessen! Fachpersonen raten, nicht alles wieder aufzurollen: «Nach vorn zu schauen, ohne alles noch einmal aufzuwärmen, nimmt den Fokus von der Schuldfrage», sagt Koelewijn. Wer nach Lösungen statt nach Schuldigen fragt, wird sich eher einig, weil sich niemand verteidigen muss.

4. «Ich kann das verstehen. Was ich meinte, war ...»
Du sagst etwas, es kommt völlig falsch an. Dein Reflex: schnell klarstellen, dass du es nicht so gemeint hast. Koelewijn rät aber, zuerst die Wirkung anzuerkennen und erst dann die eigene Absicht zu erklären. «Die Erfahrung des anderen und deine Absicht können beide gleichzeitig wahr sein.»

5. «Lass uns über unser Sexleben reden.»
«Sex ist ein Pfeiler in einer Beziehung, aber oft empfinden wir ihn als Tabu», sagt Robertson. Dieser Satz sei keine Problemdiagnose, sondern eine Einladung. So könne man über Lust, Wünsche und das eigene Empfinden sprechen, bevor aus Schweigen Distanz wird.

6. «Wir beide sind ein Team.»
Ob Geldsorgen oder Stress bei der Kindererziehung: Wird es heikel, steht man sich als Paar schnell gegenüber statt nebeneinander, so die Expertin. «Probleme existieren unabhängig von euch beiden», sagt Koelewijn. «Bleibt ihr in getrennten Ecken, entsteht eine immer grössere Kluft und es wird schwieriger, wieder zueinanderzufinden.» Ihr Tipp: Man solle Themen zuerst miteinander besprechen und nicht sofort Freunde und Familie einweihen. Deren Feedback sei gut gemeint, befeuere aber oft die Fronten.

7. «Ich liebe dich.»
Zum Schluss der einfachste Satz von allen. Robertson nennt ihn einen «magischen Moment», der kurz, aber mächtig sei. Viele solcher kleinen, positiven Momente stärken eine Beziehung. Umgekehrt gelte das genauso, warnt die Expertin: «Sind eure alltäglichen Momente neutral oder negativ aufgeladen, führt das mit der Zeit zur Entfremdung.»




Neues Dating-Konzept bei RTL am 4.7.2026:
RTL: Erst Sex, dann Reden: Neue Reality-Show dreht Dating-Regeln um
https://www.20min.ch/story/rtl-erst-sex-dann-reden-neue-reality-show-dreht-dating-regeln-um-103596551

Ammar Jusufi -- Bei «Maison Tabou» verbringen zwei Fremde zuerst eine gemeinsame Nacht. Erst danach lernen sie sich kennen.

    RTL startet im Herbst das neue Reality-Datingformat «Maison Tabou» im Free-TV und bei RTL+.
    Das Konzept dreht die Dating-Regeln um: Zwei Fremde verbringen zuerst eine gemeinsame Nacht, bevor sie sich richtig kennenlernen.
    Produziert wird die Show von UFA; Kandidaten und ein genauer Sendetermin sind noch nicht bekannt.

Bei «Bachelor», «Love Island» oder «Are You The One?» wird zuerst geflirtet, geredet und gedatet. RTL geht mit einem neuen Reality-Format nun einen deutlich anderen Weg. Wie «Bild» berichtet, startet der Sender im Herbst die Show «Maison Tabou» – im Free-TV und auf RTL+.
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Das Konzept ist provokant: Zwei fremde Singles verbringen zunächst eine gemeinsame Nacht miteinander. Erst am nächsten Morgen begegnen sie sich als ihre «realen Ichs» wieder.

Körperliche Anziehung zuerst
In einem ersten Trailer, der am Screenforce Festival in Düsseldorf gezeigt wurde, beschreiben die Macher das Format als Experiment mit «Lust und Fantasie». Danach soll sich zeigen, ob aus der körperlichen Anziehung auch echtes Interesse entstehen kann.

Damit beginnt die Show genau dort, wo andere Dating-Formate oft erst nach mehreren Folgen ankommen: im Schlafzimmer. Gespräche, persönliche Fragen und echtes Kennenlernen folgen erst danach.

Ob sich aus der gemeinsamen Nacht mehr entwickelt oder ob die Singles getrennte Wege gehen, entscheidet sich am nächsten Morgen. Dann sollen die Teilnehmenden herausfinden, ob sie sich auch ausserhalb des Schlafzimmers weiter kennenlernen möchten.

Start im Herbst, Kandidaten noch nicht bekannt

Wer bei «Maison Tabou» mitmacht, ist bisher offen. Der Sender hat noch keine Kandidatinnen und Kandidaten vorgestellt. Auch ob bekannte Reality-Gesichter dabei sein werden, ist nicht bekannt.

Klar ist aber: Das Format richtet sich nicht nur an Promis. Auch unbekannte Singles sollen teilnehmen können. Ein offizieller Castingstart wurde bislang jedoch nicht bekannt gegeben. Bewerbungen sollen später über das Castingportal der Produktionsfirma UFA möglich sein.

Produziert wird «Maison Tabou» von UFA für RTL Zwei. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest. Der Start ist für den Herbst geplant. Wegen des Themas dürfte die Show im Free-TV wohl eher spät am Abend laufen. Zusätzlich sollen die Folgen auch bei RTL+ abrufbar sein. Offen ist noch, ob die Streamingversion freizügiger ausfallen wird als die TV-Ausstrahlung.



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