Kontakt / contact     Hauptseite / page
                  principale / pagina principal / home     zurück / retour
                  / indietro / atrás / back

Tierwelt: Tiere allgemein Meldungen 01

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

Teilen:

Facebook









18.1.2026: Wie die Tiere reden - da gibt es nun ÜbersetzerInnen:
Tierkommunikation boomt – Fachleute skeptisch: «Ich übersetze in die menschliche Sprache»
https://www.blick.ch/schweiz/tierkommunikation-boomt-fachleute-skeptisch-ich-uebersetze-in-die-menschliche-sprache-id21606696.html

Jeremy Goy und Philippe Rossier -- Blick traf die Tierkommunikatorin Nadine Plüss bei einem Einsatz. Ihr Fachgebiet liegt derzeit im Trend – und stösst auf Kritik.

Luana wirft unruhige Blicke um sich, verfolgt jede Bewegung. Die Stute wirkt aufmerksam, aber auch ein wenig angespannt. Nadine Plüss (53) steht ihr auf dem Gnadenhof «Animal's Soul» in Stein AG gegenüber. Ohne ein Wort – und ohne das Pferd zu berühren – hält sie ihre Hände über Luanas Körper. Es ist der Beginn einer Aponi-Therapie.

Für Augenblicke scheint sich nichts zu verändern. Zumindest nichts, was von aussen sichtbar wäre. Dann wird die Atmung des Pferdes tiefer, gleichmässiger, Luanas Kopf sinkt immer weiter nach unten, schliesslich setzt sie zu einem langen Gähnen an.

Tierkommunikatorin Plüss ist zufrieden: Anspannungen und Stress sollen zurücktreten – körperlich wie emotional. Energie soll dorthin fliessen, wo das Tier sie gerade am meisten braucht. Eine Methode, um Balance, Ruhe und innere Ordnung zu fördern.

Es sind Momente, wie sie Plüss auf dem Gnadenhof immer wieder erlebt. Hier hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Pferden mit einer schweren Vergangenheit unentgeltlich zu helfen. Für Plüss ist es ein Herzensprojekt. Auf ihrer Website «Animal Talk» bietet sie neben der Aponi-Therapie auch Tierkommunikation, die telepathische Suche nach vermissten Tieren, Sterbebegleitung sowie Energiearbeit als bezahlte Dienstleistungen an.

Tierkommunikation boomt
In der Schweiz liegt die Tierkommunikation derzeit im Trend. Die Zahl der Ausbildungsmöglichkeiten steigt, neue Berufsverbände entstehen und einige Ausbildungskurse sind komplett ausgebucht. Zahlreiche Anbieter bestätigen den wachsenden Trend. «Das Interesse ist deutlich gestiegen», betont auch Plüss. «Viele Menschen wollen ihre Tiere besser verstehen.»

Die Begriffe Tierkommunikatorin und Tierkommunikator sind in der Schweiz staatlich nicht geschützt. Es gibt keine offizielle Ausbildung, die absolviert werden muss, um in diesem Bereich tätig zu werden. Schon nach einem siebentägigen Kurs mit 65 Lektionen erhält man etwa beim Anbieter Seelenkraft ein Diplom als Fachperson für Tierkommunikation. Der Kurs kostet 1650 Franken.

Plüss hat keinen klassischen Ausbildungsweg absolviert. Ihr Weg sei von persönlichen Erfahrungen, von Höhen und Tiefen geprägt. Schon als Kind habe sie einen sehr natürlichen Zugang zu Tieren verspürt. Über die Jahre habe sich diese Wahrnehmung immer weiterentwickelt.

«Keine Magie oder Gedankenlesen»
Für ihre Arbeit in der Tierkommunikation brauche Plüss die Tiere nicht zu treffen. Stattdessen nehme sie nach eigener Aussage über zugeschickte Fotos inneres Wissen, Stimmungen, Fragmente oder Farben wahr. «Ich übersetze das, was ich wahrnehme, in unsere menschliche Sprache.» Diese Art von Kommunikation ermögliche es, die Beziehung zum jeweiligen Gefährten aus dem Tierreich zu harmonisieren. Einen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit dieser Methode gibt es nicht.

Es seien nicht ihre eigenen Gedanken, sondern Informationen, die sie da erhalte und weitergebe. Auch Magie oder Gedankenlesen sei nicht im Spiel, sondern eine achtsame Form der Wahrnehmung. Plüss betont, dass Tierkommunikation weder Veterinäre noch Trainer noch Therapeutinnen oder Therapeuten ersetze. Vielmehr diene sie als ergänzende Massnahme.

Bestätigung habe sie bereits von Tierärztinnen und Tierärzten erhalten, die Kundinnen und Kunden an sie weiterverweisen. «Das geschieht vor allem dann, wenn ein Tier auf emotionaler oder energetischer Ebene Unterstützung braucht oder wenn trotz medizinischer Abklärung keine eindeutigen Ursachen gefunden werden.» Ihre Arbeit und die damit verbundenen Hinweise würden Veterinären helfen, genauer hinzuschauen und gezielter zu handeln.

Tiersuche per Telepathie
Neben der Tierkommunikation beherrscht Plüss nach eigener Einschätzung auch die telepathische Suche nach vermissten Tieren. Bei der Kommunikation empfange sie Bilder, Gefühle oder Impulse. «Das können Hinweise auf die Umgebung sein, auf Richtungen, auf Menschen, Gebäude, Wasser, Wälder oder auf den emotionalen Zustand des Tiers.» Dabei ersetze sie keine Suche, sondern ergänze sie. Auch für diese Methode liegen keine wissenschaftlichen Belege vor.

Roberto Mossi ist Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST). Ihm ist wichtig, dass im Bereich der Tierkommunikation sorgfältig zwischen subjektiven Wahrnehmungen und überprüfbaren Sachverhalten unterschieden werde, um einen sachlichen Umgang vor allem mit der Tiergesundheit zu gewährleisten. «Aufgrund meines Hintergrunds als Tierarzt verstehe ich die Ansicht, dass Tierkommunikation dieser Art sowie telepathische Tiersuchen bei vermissten Tieren nicht zuverlässig funktionieren», so Mossi.

«Kann dem Tier schaden»
«Wir arbeiten als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und orientieren uns an überprüfbaren Erkenntnissen», so Mossi weiter. Tierkommunikation könne allenfalls als ergänzende Massnahme in Betracht gezogen werden, jedoch niemals als Ersatz für eine tierärztliche Abklärung oder Behandlung. In Fällen, in denen sie anstelle der Medizin eingesetzt werde, könne sie dem Tier schaden. Werde versucht, gesundheitliche Fragen ausschliesslich über Tierkommunikation zu klären, bestehe das Risiko, relevante Befunde zu übersehen oder notwendige Behandlungen zu verpassen, betont Mossi.

Plüss sagt, sie könne die Kritiker verstehen. «Meine Arbeit ist nicht greifbar, nicht messbar und passt nicht in klassische Schubladen.» Kritik dürfe sein, solange sie respektvoll bleibe. «Ich lade lediglich dazu ein, offenzubleiben, für das, was sich vielleicht nicht erklären, aber erleben lässt.»




Mutation in Ö am 2.7.2026: Rosafarbene Heuschrecke in Kärnten entdeckt

https://science.orf.at/stories/3236267/

In Villach ist eine außergewöhnlich gefärbte Heuschrecke entdeckt worden. Statt der üblichen grünen oder braunen Tarnfärbung leuchtet der Grashüpfer in einem kräftigen Rosa. Verantwortlich dafür ist eine äußerst seltene genetische Mutation.

Die Heuschrecke wurde von einer Teilnehmerin der Citizen-Science-Plattform des Naturschutzbundes Mitte Juni im Villacher Stadtteil St. Georgen entdeckt und aufgenommen.

Dunkle Pigmente fehlen
Bei der Genmutation, dem sogenannten Erythrismus, wird überwiegend das rote Insektenpigment Erythropterin gebildet, während dunkle Pigmente weitgehend fehlen, heißt es in einer Aussendung des Naturschutzbundes. Sichtbar werde die auffällige Färbung nur dann, wenn ein Grashüpfer die mutierte Genvariante von beiden Elternteilen erbt.

Trägt ein Tier lediglich eine mutierte und eine gesunde Genkopie, setze sich das dominante Gen durch und der Grashüpfer behält seine normale Färbung. Da sich in freier Wildbahn nur äußerst selten zwei Träger dieser Mutation miteinander fortpflanzen, sind rosa Grashüpfer eine absolute Ausnahme.

Nahaufnahme des rosafärbigen Grashüpfers
www.naturbeobachtung.at, Rosemarie Maliha

Für die Tiere selbst bedeute die Farbe meist einen erheblichen Nachteil. Während grüne oder braune Grashüpfer gut an ihre Umgebung angepasst und dadurch gut getarnt sind, fallen rosa gefärbte Tiere Fressfeinden sofort ins Auge. Viele überleben deshalb den Weg bis zum erwachsenen Tier nicht.

Bei dem in Villach entdeckten Exemplar handelt es sich um ein Jungtier, eine sogenannte Nymphe. Deshalb ist es laut Naturschutzbund auch nicht möglich, die genaue Art zu bestimmen.

red

Dieser Beitrag begleitet einen ZIB-Flash, 2. Juli 2026.





Neue Invasion in Ö am 16.7.2026: Der Eschenprachtkäfer zerstört die Eschen - in "Amerika" und Russland schon passiert - nun auch in Europa:
Prachtkäfer bedroht heimische Eschen

https://science.orf.at/stories/3236516/

Der Eschenprachtkäfer ist erstmals in der Europäischen Union (EU) aufgetaucht. Das Insekt befiel in Nordamerika und Russland bereits Tausende Eschen. Um eine Ausbreitung in Österreich zu verhindern, sollen Verkehrswege nun verstärkt überwacht werden.

Juni 2026: Ein einzelner grün schillernder Käfer krabbelte im ungarischen Beregsurány, nahe der ukrainischen Grenze, in eine Lockstofffalle und löste damit in der gesamten EU – inklusive Österreich – Quarantäne-Notfallmaßnahmen aus. Wenig später im Juli meldete die Slowakei den Fund von 18 weiteren Exemplaren.

Es handelt sich um Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis oder auf Englisch Emerald Ash Borer, kurz EAB), die aus Asien eingeschleppt wurden. Ihre Artgenossen haben in Nordamerika und Russland schon tausende Eschen zum Absterben gebracht, erklärt Waldschutzexperte Gernot Hoch.
350 Kilometer von Österreich entfernt

Der Fundort im Juni in Ungarn liegt rund 500 Kilometer Luftlinie vom bisher westlichsten bekannten Befallsgebiet entfernt – und nur noch 350 Kilometer von Österreich, heißt es in einer Aussendung vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW).
Ein einzelner grün schillernder Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis)
James Connell
Grün schillernder Eschenprachtkäfer

Für die heimischen Eschen stellt das eine zusätzliche Bedrohung dar: Bereits jetzt sind die Bäume vom sogenannten Eschentriebsterben betroffen. Diese Pilzkrankheit stammt ebenfalls aus Asien. Während die dortigen Bäume sowohl mit den Käfern als auch mit den Pilzen gut umgehen können, sind beide für europäische Eschen oft tödlich.

Wahrscheinlich macht auch eine Vorschädigung durch die Eschentriebsterben-Pilze die Bäume anfälliger für die Eschenprachtkäfer, erläutert Hoch. Doch auch vor gesunden Bäumen macht der Eschenprachtkäfer nicht Halt.
Schleichender Tod durch Larven

„Ein Eschenprachtkäfer legt seine Eier an der Rinde von Eschen ab“, sagt der Experte: „Die Larven schlüpfen dann und bohren sich ins Kambium.“ Das ist die dünne Wachstumsschicht zwischen der Rinde und dem Holz. „Dort fressen sie sich schlängelnd dahin.“

Wenn sich die Larvengänge einmal rund um den Stamm oder Ast winden, ist er „geringelt“ und der Stofftransport für den darüber liegenden Teil unterbrochen. Für die Bäume beginnt ein schleichender Tod, der sich über mehrere Jahre hinweg zieht. Denn der Befall bleibt häufig über längere Zeit unentdeckt, da zunächst kaum Symptome auftreten. Erst bei stärkerem Befall beginnen zuerst Teile der Baumkrone und dann der Stamm abzusterben.

Zusätzlich erschwert wird die Diagnose dadurch, dass viele Eschen in Österreich bereits durch das Eschentriebsterben geschädigt sind und deshalb ähnliche Kronensymptome zeigen.
Stetige Ausbreitung nach Westen

Die Eschenprachtkäfer selbst können zwar nur wenige hundert Meter fliegen, breiten sich aber als blinde Passagiere über den Eisenbahn- und Straßenverkehr aus, berichtete Hoch, zum Beispiel mit Holztransporten.

Zuerst wurde der Asiatische Eschenprachtkäfer vor rund 25 Jahren im europäischen Teil Russlands nachgewiesen. Vermutlich wurde er unbeabsichtigt aus seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Ostasien nach Moskau eingeschleppt. Von dort breitete sich die Art kontinuierlich nach Westen und Süden aus.

Seit 2019 ist der Käfer auch in der Ukraine bekannt. „Aufgrund des Krieges konnten dort keine wirksamen Pflanzenschutzmaßnahmen umgesetzt werden“, heißt es in der Aussendung. Und so erreichte der Schädling 2023 Kiew und wurde 2024 auch in der weiter westlich gelegenen Region Schytomyr nachgewiesen.
Ein Larvengang des Eschenprachtkäfer in einem Baum
Gernot Hoch
Ein Larvengang des Eschenprachtkäfers in einem Baum
Notfallplan und verstärkte Überwachung in Österreich

Die aktuellen Fundstellen in Ungarn und der Slowakei befinden sich an der Grenze zur Ukraine und sind 60 Kilometer voneinander entfernt. „Die Nachweise in Ungarn und der Slowakei zeigen, dass die Überwachungsprogramme funktionieren“, erklärt Hoch: „Der gleichzeitige Fund an zwei Orten lässt vermuten, dass der Eschenprachtkäfer in dieser Region schon verbreitet ist.“

Für die heimischen Betriebe gelten nun besondere Vorsichtsmaßnahmen, erklärte der Waldschutzexperte: Eschen und die ebenfalls betroffenen Schneeflockensträucher (Chionanthus virginicus) dürfen nur eingeführt werden, wenn sie mindestens 100 Kilometer von der Befallszone entfernt gewachsen sind.

In Österreich werde nun zudem die Eschenprachtkäfer-Überwachung mittels Lockstofffallen verstärkt. „Besonderes Augenmerk gilt Standorten entlang wichtiger Verkehrswege sowie Regionen mit intensiven Verkehrs- und Warenverbindungen zur Ukraine“, so das BFW. Fänge werden von Spezialisten und Spezialistinnen sorgfältig untersucht, da mehrere in Österreich heimische Prachtkäfer dem asiatischen Exemplar äußerst ähnlich schauen.
Früherkennung hilft: Verdachtsfälle melden

Der für die Forstwirtschaft zuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP) sieht Österreich „für eine Einschleppung gut vorbereitet“. Das Land verfüge über ein etabliertes Monitoring- und Überwachungssystem. „Für den Ernstfall liegt ein spezifischer Notfallplan für den Asiatischen Eschenprachtkäfer vor, um eine Ausbreitung des Schädlings bestmöglich zu verhindern und unsere Wälder zu schützen“, erklärt er.

Wer einen Asiatischen Eschenprachtkäfer oder eine möglicherweise befallene Esche entdeckt, sollte den Käfer einfangen und fotografieren (für Mensch und Tier ist der Käfer ungefährlich). Bei Verdacht auf einen Befall müssen zudem die typischen Fraßgänge unter der Rinde und der genaue Fundort dokumentiert werden. Anschließend ist umgehend der Amtliche Pflanzenschutzdienst des Bundeslandes über den Verdacht zu informieren.

red, science.ORF.at/Agenturen





Teilen:

Facebook







20 minuten online, Logo  Kronenzeitung online,
                Logo  Epoch Times
                online, Logo 

^